Mailand ist Italiens Mode- und Finanzmetropole, und hier geht es geschäftiger zu als in Rom oder Florenz. Dafür liegen die großen Sehenswürdigkeiten nah beieinander: Den Dom, die Oper, Leonardo da Vincis berühmtestes Gemälde und die Burg mit Michelangelos letzter Skulptur erreichst du zu Fuß oder nach wenigen Stationen mit der Metro. Abends zieht es die Stadt an die Kanäle im Navigli-Viertel zum Aperitivo.
Hier findest du meine Empfehlungen für die 20 besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Mailand, mit Preisen, Öffnungszeiten und Tipps dazu, was du schon vor der Reise buchen solltest. Alle Preise sind in Euro angegeben. Mehrere Museen haben 2026 ihre Preise erhöht, und Tickets für das Letzte Abendmahl solltest du frühzeitig reservieren. Lies diese Abschnitte deshalb besonders aufmerksam, bevor du etwas buchst.
1. Duomo di Milano

Der Dom ist Mailands Wahrzeichen und die größte Kirche Italiens, denn der Petersdom liegt im Vatikanstaat. Der Bau begann 1386 und wurde erst 1965 abgeschlossen. Die Fassade ist mit Marmor aus Candoglia verkleidet, auf dem Dach stehen 135 Türmchen, und ganz oben thront die Madonnina-Statue 108,5 Meter über dem Platz.
Für Touristen ist der Eintritt nicht kostenlos. Das Ticket für Kirche und Museum kostet 10 Euro, doch die meisten kommen wegen der Dachterrassen. Dort spazierst du zwischen Türmchen und Statuen mit Blick über die Stadt. Das Kombiticket für Kirche, Museum und Terrassen kostet 22 Euro, wenn du die etwa 250 Stufen nimmst, oder 26 Euro mit dem Aufzug. Nur für das Dach lagen die Preise bislang bei 16 Euro über die Treppe und 18 Euro mit dem Aufzug.
Kirche und Terrassen sind täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass ist ungefähr eine Stunde vor Schließung. Das Museum ist mittwochs geschlossen. Alle müssen durch eine Sicherheitskontrolle, und Koffer dürfen nicht mit hinein. Kaufe dein Ticket auf der offiziellen Website des Doms, damit du die Schlange am Ticketschalter umgehen kannst. Die Metrolinien M1 und M3 halten am Duomo.
Buche eine Führung durch den Dom und über die Dachterrassen ohne Anstehen.
2. Galleria Vittorio Emanuele II

Die überdachte Passage verbindet die Piazza del Duomo mit der Piazza della Scala und ist Mailands eleganteste Einkaufsadresse. Der Architekt Giuseppe Mengoni entwarf sie, gebaut wurde von 1865 bis 1877. Die Galerie ist 196 Meter lang, und die Glaskuppel in der Mitte ragt 47 Meter hoch auf. Der Spaziergang hindurch ist kostenlos.
Unter der Kuppel liegen vier Bodenmosaike mit den Stadtwappen von Turin, Florenz, Rom und Mailand. Der Tradition nach bringt es Glück, sich mit der Ferse auf den edlen Teilen des Turiner Stiers dreimal im Kreis zu drehen. Die Stelle ist so stark abgenutzt, dass das Mosaik zuletzt 2026 repariert wurde. Am Eingang zum Domplatz liegt die Bar Camparino, die seit 1915 Aperitivo serviert. Deinen Campari im Stehen an der Theke zu trinken, ist deutlich günstiger.
Im Februar 2026 wurde der Dachrundgang nach mehrjähriger Schließung unter dem Namen Highline Milano wiedereröffnet. Der Weg verläuft etwa 40 Meter über der Straße und endet auf einer Terrasse mit Blick auf den Dom. Tickets kosten ab ungefähr 16,50 Euro. Der Eingang liegt am Ende der Galerie zur Piazza della Scala hin.
3. Teatro alla Scala

Die Scala eröffnete 1778 und gehört zu den berühmtesten Opernhäusern der Welt. Der Saal hat rund 2.000 Plätze. Die Saison beginnt jedes Jahr am 7. Dezember, dem Festtag des Mailänder Schutzpatrons Sant’Ambrogio. 2026 steht zur Eröffnung Verdis Otello auf dem Programm.
Am einfachsten besichtigst du das Haus über das Theatermuseum. Der Eintritt kostet 12 Euro. Von den Logen im dritten Stock kannst du in den Saal schauen, sofern gerade keine Probe oder Vorstellung stattfindet. Das Museum ist fast täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet, bleibt aber unter anderem am 7. Dezember geschlossen. Plane etwa 45 Minuten ein. Auf der Website des Museums siehst du, wann der Saal zugänglich ist. Prüfe das vor dem Ticketkauf.
Tickets für Vorstellungen kaufst du direkt beim Theater; sie sind personalisiert. Am Veranstaltungstag verkauft das Theater außerdem eine begrenzte Anzahl an Galerieplätzen. Die Regeln wurden 2026 geändert, deshalb solltest du die aktuellen Bedingungen auf der Website lesen. Shorts und ärmellose T-Shirts sind im Saal nicht erlaubt. Die nächste Metrostation ist Duomo an der M1 und M3.
Kaufe hier dein Ticket für das Theatermuseum der Scala.
4. Das Letzte Abendmahl

Leonardo da Vinci malte das Letzte Abendmahl etwa zwischen 1495 und 1498 auf die Wand des Speisesaals im Kloster Santa Maria delle Grazie. Das Gemälde ist 4,6 Meter hoch und 8,8 Meter breit. Leonardo malte auf trockenen Putz, statt die Freskotechnik anzuwenden, weshalb die Farbe schon früh abblätterte. Die letzte Restaurierung dauerte von 1978 bis 1999. Kirche und Gemälde gehören seit 1980 zum UNESCO-Welterbe.
Zum Schutz des Gemäldes dürfen nur 40 Personen gleichzeitig hinein, und du hast genau 15 Minuten Zeit. Das Ticket kostet 15 Euro, Besucher von 18 bis 25 Jahren zahlen 2 Euro, und unter 18 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Eine Reservierung brauchen trotzdem alle. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 8.15 bis 19 Uhr, montags ist geschlossen.
Die Tickets werden über die offizielle Website des Museums verkauft und jeweils für mehrere Monate freigeschaltet. Die Tickets für September bis Dezember 2026 kamen im Juni in den Verkauf. Ist alles ausgebucht, werden jeden Mittwoch um 12 Uhr zusätzliche Tickets für die folgende Woche freigegeben. Das Ticket ist personalisiert, der Name lässt sich nicht ändern, und du musst 30 Minuten vor deinem Zeitfenster da sein. Fahre mit der M1 nach Conciliazione oder mit M1 beziehungsweise M2 nach Cadorna.
Bekommst du kein reguläres Ticket, bleibt eine geführte Tour über einen Vermittler. Sie kostet meist ab etwa 80 Euro und damit ungefähr das Fünffache des offiziellen Eintrittspreises.
Buche eine Führung zum Letzten Abendmahl inklusive Eintritt.
5. Castello Sforzesco und Parco Sempione

Herzog Francesco Sforza ließ die Burg ab 1450 auf den Resten einer älteren Festung wiederaufbauen. Sie wurde Sitz eines der bedeutendsten Renaissancehöfe, an dem auch Leonardo da Vinci arbeitete. Die großen Burghöfe sind kostenlos zugänglich und täglich von 7 bis 19.30 Uhr geöffnet.
Für die Museen in der Burg brauchst du ein Ticket. Der Preis wurde im Mai 2026 erhöht und beträgt jetzt 10 Euro für alle Museen zusammen. Sie sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet und montags geschlossen. Das wichtigste Werk ist Michelangelos Pietà Rondanini, an der er noch wenige Tage vor seinem Tod 1564 arbeitete. Die Sala delle Asse mit Leonardos Deckengemälde ist wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt kostenlos, du brauchst aber trotzdem ein Ticket vom Schalter.
Hinter der Burg liegt der Parco Sempione, der große Stadtpark. Am gegenüberliegenden Ende steht der Triumphbogen Arco della Pace, dessen Bau 1807 unter Napoleon begann. Im Park kannst du mit dem Aufzug auf den Torre Branca fahren, einen 108 Meter hohen Stahlturm von Gio Ponti. Das kostet 9 Euro, und die Öffnungszeiten ändern sich von Monat zu Monat. Fahre mit der M1 nach Cairoli.
Buche eine Führung durch das Castello Sforzesco mit Michelangelos Pietà.
6. Pinacoteca di Brera

Die Brera ist Mailands wichtigstes Kunstmuseum und eröffnete 1809. In 38 Sälen hängen rund 500 Werke, vor allem italienische Gemälde vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Drei solltest du auf keinen Fall verpassen: Mantegnas Die Beweinung Christi, Raffaels Die Vermählung Mariä und Francesco Hayez’ Der Kuss. Auch Caravaggios Abendmahl in Emmaus hängt hier.
Das Ticket heißt inzwischen Grande Brera und kostet laut den neuesten Angaben des Museums 20 Euro. Es gilt für die Pinakothek und den etwas weiter die Straße hinunter gelegenen Palazzo Citterio. Dieser eröffnete im Dezember 2024 mit Kunst des 20. Jahrhunderts, unter anderem von Picasso, Modigliani und Morandi. Du musst nicht beide Häuser am selben Tag besuchen: Der Eintritt zum Palazzo Citterio gilt auch an den folgenden sechs Tagen. EU-Bürger von 18 bis 25 Jahren zahlen 4 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nichts.
Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 8.30 bis 19.15 Uhr, letzter Einlass um 18 Uhr. Du musst Tag und Uhrzeit vorab reservieren. Kommst du mehr als 15 Minuten zu spät, verfällt dein Platz. Hinter dem Palast liegt der kostenlose botanische Garten Orto Botanico di Brera, der Montag bis Samstag geöffnet ist. Fahre mit der M2 nach Lanza oder mit der M3 nach Montenapoleone.
Kaufe hier dein Ticket für die Pinacoteca di Brera.

Mailand war früher eine Stadt der Kanäle. Der Naviglio Grande wurde zwischen 1177 und 1272 angelegt und ist knapp 50 Kilometer lang. Über ihn wurde der Marmor für den Dom in die Stadt transportiert. Die meisten Kanäle im Zentrum wurden um 1930 zugedeckt. Der Naviglio Grande und der Naviglio Pavese sind jedoch erhalten und treffen am Hafenbecken Darsena aufeinander.
Heute ist das Viertel der beliebteste Ort für einen Aperitivo: einen Drink vor dem Abendessen mit ein paar Snacks, meistens zwischen 18 und 21 Uhr. Rechne mit 12 bis 15 Euro für einen Cocktail. Mein Tipp: Meide Lokale, die mit einem unbegrenzten Buffet locken, denn das Essen ist selten gut. Der Negroni Sbagliato wurde übrigens 1972 in Mailand erfunden.
Am letzten Sonntag im Monat findet entlang des Naviglio Grande von morgens bis zum späten Nachmittag ein großer Antiquitätenmarkt statt. Im Dezember 2026 ist er allerdings schon am 20. Dezember. Auf den Kanälen fahren Ausflugsboote, die aber nur mittelmäßige Bewertungen bekommen. Zu Fuß siehst du dasselbe kostenlos. Fahre mit der M2 nach Porta Genova.
Buche eine Essens- und Getränketour durch Navigli mit einem lokalen Guide.
8. Basilica di Sant’Ambrogio

Sant’Ambrogio ist eine der ältesten Kirchen Mailands. Bischof Ambrosius, der Schutzpatron der Stadt, gründete sie zwischen 379 und 386. Ihre heutige romanische Form erhielt sie im 12. Jahrhundert. Du betrittst sie durch einen großen Säulenhof. Die beiden Glockentürme sind unterschiedlich hoch, weil zwischen ihrem Bau 300 Jahre liegen.
In der Kirche steht der goldene Altar, den der Goldschmied Volvinius um 835 schuf. Er ist ein selten erhaltenes Beispiel karolingischer Goldschmiedekunst. In der Krypta darunter liegt Ambrosius selbst in einem silbernen Schrein zusammen mit den Märtyrern Gervasius und Protasius. Besuche auch die Kapelle San Vittore in Ciel d’Oro mit Mosaiken aus dem 5. Jahrhundert. Der Eintritt kostet 1 Euro; bring eine Euromünze mit.
Die Basilika ist kostenlos zugänglich, eine Reservierung brauchst du nicht. Touristen können normalerweise etwa von 10 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr hinein. Während der Gottesdienste sind Besichtigungen nicht möglich. Komm deshalb am besten am späten Vormittag oder am Nachmittag. Die Station Sant’Ambrogio an der M2 und M4 liegt direkt daneben.
9. Pinacoteca Ambrosiana
Die Ambrosiana gehört zu den Mailänder Museen, die viele Besucher übersehen, obwohl sie nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt liegt. Kardinal Federico Borromeo gründete sie 1618, als er seine Kunstsammlung der benachbarten Bibliothek schenkte. In den 24 Sälen hängen Leonardo da Vincis Bildnis eines Musikers, Caravaggios Früchtekorb und Raffaels Karton zur Schule von Athen, also die Zeichnung in Originalgröße, die als Vorlage für das Fresko im Vatikan diente.
Das Museum besitzt außerdem den Codex Atlanticus, Leonardos große Sammlung von Zeichnungen und Notizen. Eine Auswahl der Originalblätter ist ausgestellt. Zu den Kuriositäten gehören Napoleons bei Waterloo getragene Handschuhe und eine Haarlocke von Lucrezia Borgia.
Der Eintritt kostet 17 Euro, bei Onlinebuchung kommen 1,50 Euro hinzu. Mit einem Kombiticket für den Dom bekommst du einen Rabatt. Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet und mittwochs geschlossen. Plane etwa anderthalb Stunden ein. Die nächste Metrostation ist Duomo.
10. Quadrilatero della Moda

Das Modeviertel bildet ein Rechteck zwischen Via Monte Napoleone, Via Manzoni, Via della Spiga und Corso Venezia. Hier reihen sich die großen italienischen und internationalen Modehäuser aneinander. Die Via Monte Napoleone wurde 2024 zur teuersten Einkaufsstraße der Welt gekürt. Schaufensterbummel kostet nichts, und die Straßen sind auch dann schön, wenn du keine Handtasche kaufen möchtest.
Für etwas anderes als Geschäfte lohnt sich das Museo Bagatti Valsecchi mitten im Viertel an der Via Gesù 5. Das historische Privathaus ist mit Möbeln und Kunst aus der Renaissance eingerichtet. Der Eintritt kostet 14 Euro, geöffnet ist Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. An der Via Sant’Andrea liegt das Stadtmuseum Palazzo Morando mit wechselnden Modeausstellungen. Der Eintritt war bislang kostenlos, die Stadt hat jedoch eine Gebühr von 5 Euro angekündigt.
Die üblichen Ladenketten und das Kaufhaus Rinascente findest du am Corso Vittorio Emanuele II zwischen Dom und San Babila. Fahre mit der M3 nach Montenapoleone oder mit M1 beziehungsweise M4 nach San Babila.
11. San Siro

Das Stadio Giuseppe Meazza, das alle San Siro nennen, ist die Heimat von AC Mailand und Inter. Es eröffnete im September 1926 und wurde 2026 somit 100 Jahre alt. Im selben Jahr fand hier die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele statt.
Bei der Stadiontour besichtigst du die Umkleiden beider Vereine, gehst durch den Spielertunnel bis an den Spielfeldrand und kannst anschließend das Museum mit Trikots und Pokalen besuchen. Das Ticket kostet etwa 30 Euro. Geöffnet ist täglich ab 9.30 Uhr, im Sommerhalbjahr bis 18 Uhr und von November bis März bis 17 Uhr. An Spieltagen können Route und Öffnungszeiten abweichen. Prüfe deshalb vorher den Stadionkalender. Die M5 fährt bis San Siro Stadio.
Warte mit deinem Besuch nicht mehr allzu viele Jahre. Die Vereine kauften das Stadion im November 2025 und planen direkt daneben einen Neubau mit ungefähr 71.500 Plätzen. Baubeginn soll in der zweiten Hälfte von 2027 sein. Sobald das neue Stadion etwa 2031 fertig ist, wird der größte Teil des alten abgerissen. Spieltickets kaufst du über die offiziellen Ticketseiten der Vereine. Sie sind in der Regel personalisiert.
Buche eine Führung durch San Siro mit Museum.
12. Cimitero Monumentale

Ein Friedhof klingt vielleicht nicht nach einer Sehenswürdigkeit, aber der Cimitero Monumentale ist praktisch ein Skulpturenmuseum unter freiem Himmel. Er eröffnete 1866 und ist 25 Hektar groß. Seit anderthalb Jahrhunderten lassen Mailands bekannte Familien hier Grabmäler von einigen der besten Bildhauer und Architekten des Landes errichten.
Am Haupteingang liegt die Ehrenhalle Famedio, in der Schriftsteller Alessandro Manzoni den zentralen Platz einnimmt. Halte Ausschau nach dem Grabmal der Familie Campari, einer bronzenen Darstellung des Letzten Abendmahls, und dem Denkmal für den Dirigenten Arturo Toscanini. Auch Dramatiker Dario Fo und Rennfahrer Alberto Ascari liegen hier begraben.
Der Eintritt ist Dienstag bis Sonntag von 8 bis 18 Uhr kostenlos, letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schließung. Montags ist geschlossen. Denk daran, dass der Friedhof weiterhin genutzt wird. Die M5 hält direkt davor an der Station Monumentale.
13. Porta Nuova und Bosco Verticale

Für das moderne Mailand fährst du nach Porta Nuova am Bahnhof Garibaldi. Mittelpunkt des Viertels ist die runde Piazza Gae Aulenti von 2012 mit Brunnen und Geschäften. Daneben steht der UniCredit Tower, der einschließlich seiner Spitze das höchste Gebäude Italiens ist.
Das meistfotografierte Motiv ist der Bosco Verticale, der vertikale Wald. Die beiden Wohntürme von 2014 wurden von Stefano Boeris Architekturbüro entworfen und tragen 800 Bäume sowie Tausende Sträucher und Pflanzen auf ihren Balkonen. Hinein darfst du nicht, denn es sind Privatwohnungen. Den besten Blick hast du aus dem direkt darunterliegenden BAM-Park. Er ist nicht eingezäunt und deshalb rund um die Uhr geöffnet.
Falls du noch mehr Hochhäuser sehen möchtest: Das Viertel CityLife liegt weiter draußen an der M5-Station Tre Torri. Seine drei Türme stammen von Arata Isozaki, Zaha Hadid und Daniel Libeskind. Dazwischen liegt ein großes Einkaufszentrum, das jeden Tag geöffnet ist. Nach Porta Nuova kommst du mit M2 oder M5 bis Garibaldi.
14. Leonardo-da-Vinci-Museum
Das Museo Nazionale Scienza e Tecnologia Leonardo da Vinci ist Italiens größtes Museum für Wissenschaft und Technik und eine gute Wahl mit Kindern. Es eröffnete 1953 in einem ehemaligen Kloster. Die Leonardo-Galerien zeigen 170 historische Modelle seiner Maschinen und Erfindungen, ergänzt durch Kunst und alte Bücher.
Der Rest des Museums ist ebenso umfangreich: Dampflokomotiven, Schiffe, eines der Rennboote von Luna Rossa und ein Stück Mondgestein. Im Hof liegt das etwa 46 Meter lange U-Boot Enrico Toti. Mit dem normalen Ticket siehst du es von außen. Führungen im Inneren müssen separat online gebucht werden.
Der Eintritt kostet ungefähr 13 Euro, Kinder und junge Erwachsene von 3 bis 26 Jahren zahlen 8 Euro. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 9.30 bis 17 Uhr und am Wochenende bis 18.30 Uhr. Montags ist geschlossen. Die aktuellen Preise findest du auf der Museumswebsite. Fahre mit der M2 nach Sant’Ambrogio.
Kaufe hier dein Ticket für das Leonardo-da-Vinci-Museum.
15. San Maurizio al Monastero Maggiore

Von außen wirkt die Kirche am Corso Magenta unscheinbar, innen ist jedoch fast jede Fläche bemalt. Das Tourismusbüro bezeichnet sie als Mailands Sixtinische Kapelle. Sie wurde zwischen 1503 und 1518 für das wichtigste Nonnenkloster der Stadt erbaut. Die bekanntesten Fresken stammen von Bernardino Luini.
Eine hohe Trennwand teilt den Raum in zwei Bereiche. Der vordere Teil war für die Gemeinde bestimmt. Hinter der Wand saßen die Nonnen und verfolgten die Messe durch ein Gitter. Geh durch die Tür in der Wand: Der Nonnenchor ist der größere Raum und besitzt eine Orgel von 1554.
Der Eintritt ist kostenlos. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17.30 Uhr, letzter Einlass um 17 Uhr. Montags ist geschlossen. Die Kirche liegt zwischen Castello Sforzesco und dem Letzten Abendmahl und lässt sich gut unterwegs einbauen. Im benachbarten Klostergebäude befindet sich das städtische Archäologiemuseum mit 5 Euro Eintritt. Fahre mit M1 oder M2 nach Cadorna.
16. Fondazione Prada

Die Kunststiftung des Modehauses Prada hat ein ehemaliges Industriegelände südlich des Zentrums bezogen. Sieben ursprüngliche Gebäude blieben erhalten, drei neue kamen hinzu, darunter die 60 Meter hohe Torre mit neun Stockwerken. Gezeigt werden wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Schau dir deshalb vor dem Besuch das Programm an.
Viele kommen auch wegen der Bar Luce am Eingang. Filmregisseur Wes Anderson gestaltete sie 2015 im Stil eines Mailänder Cafés der 1950er-Jahre, mit Resopaltischen und Holzvertäfelung.
Der Eintritt kostet 15 Euro, unter 18 Jahren ist er kostenlos. Die Fondazione Prada ist von 10 bis 19 Uhr geöffnet und dienstags geschlossen. Heb dein Ticket auf: Innerhalb von 30 Tagen gilt es auch für den Ausstellungsort Osservatorio in der Galleria Vittorio Emanuele II. Fahre mit der M3 nach Lodi T.I.B.B. Interessierst du dich mehr für Mode als für Kunst, zeigt Armani/Silos auf vier Etagen Kleidung von Giorgio Armani ab 1980 für 12 Euro. Montags und dienstags ist geschlossen.
17. Santa Maria presso San Satiro

Zwei Gehminuten vom Dom entfernt liegt an der Einkaufsstraße Via Torino eine kleine Kirche mit einer der besten optischen Täuschungen der Renaissance. Als die Kirche zwischen 1476 und 1482 gebaut wurde, fehlte hinter dem Altar der Platz für einen Chor, weil dort direkt eine Straße verlief. Architekt Bramante löste das Problem, indem er einen malte und modellierte.
Vom Eingang aus wirkt der Chor viele Meter tief. Tatsächlich ist er weniger als einen Meter tief. Geh bis zum Altar und einen Schritt zur Seite, dann erkennst du den Trick. Der Eintritt ist kostenlos, Montag bis Samstag von 9.30 bis 17.30 Uhr und sonntags ab 14 Uhr. Für den Besuch reicht eine Viertelstunde.
Weiter südlich erreichst du die Colonne di San Lorenzo. Die 16 korinthischen Säulen stammen aus einem römischen Gebäude des 2. Jahrhunderts und gehören zu den wenigen sichtbaren Resten des antiken Mailands. Dahinter liegt die Basilika San Lorenzo Maggiore mit Mosaiken aus dem 4. Jahrhundert in der Kapelle Sant’Aquilino. Mittags bleibt die Basilika geschlossen.
18. Villa Necchi Campiglio

Die Villa Necchi Campiglio zeigt, wie Mailands Industriellenfamilien in den 1930er-Jahren lebten. Architekt Piero Portaluppi entwarf das Haus, das 1935 an der ruhigen Via Mozart mitten in der Stadt fertiggestellt wurde. Mit privatem Swimmingpool im Garten, Aufzug und eigens für die Räume entworfenen Möbeln war es seiner Zeit weit voraus.
Das Haus enthält bis heute die Möbel und Kunstwerke der Familie und gehört inzwischen der italienischen Denkmalschutzstiftung FAI.
Der Eintritt zu Villa und Garten kostet 15 Euro, eine einstündige Führung 22 Euro. Geöffnet ist Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17 Uhr. Montag und Dienstag ist geschlossen. Die Villa hat keine Klimaanlage. Komm deshalb im Juli oder August am besten vormittags. Das Café neben der Villa ist auch an Tagen geöffnet, an denen das Haus geschlossen bleibt. Fahre mit der M1 nach Palestro und laufe fünf Minuten.
19. Tagesausflug zum Comer See

Der Comer See liegt nah genug für einen Tagesausflug mit dem Zug. Du hast zwei Möglichkeiten. Am schnellsten erreichst du die Stadt Como: Die Fahrt ab Milano Centrale dauert 40 Minuten und kostet 5,40 Euro pro Strecke. Dort kannst du am See spazieren und mit der Standseilbahn nach Brunate fahren, um die Aussicht zu genießen.
Am schönsten ist Varenna in der Mitte des Sees. Stündlich fährt ein direkter Zug ab Milano Centrale, die Fahrt dauert gut eine Stunde und kostet ungefähr 7,70 Euro. Von Varenna fahren Fähren nach Bellagio und Menaggio. So kannst du zwei oder drei der bekanntesten Orte an einem Tag besuchen. Der letzte direkte Zug zurück fährt um 21.35 Uhr.
Zugtickets kaufst du in der Trenord-App oder an den Automaten am Bahnhof. Die Preise wurden am 1. September 2026 erhöht. Die Fähren betreibt Navigazione Laghi, und der Fahrplan ändert sich je nach Jahreszeit. Prüfe ihn besonders bei einer Winterreise. Möchtest du ein paar Tage bleiben, findest du Tipps in meinem Guide dazu, wo du am Comer See übernachten solltest.
Buche einen Tagesausflug von Mailand zum Comer See mit Bootsfahrt nach Bellagio.
20. Tagesausflug nach Bergamo

Bergamo ist der einfachste Tagesausflug ab Mailand. Die Züge ab Milano Centrale brauchen ungefähr 50 Minuten, fahren etwa stündlich und kosten 6,30 Euro. Die Stadt ist zweigeteilt: unten in der Ebene liegt die moderne Città Bassa, oben auf dem Hügel die mittelalterliche Città Alta.
Vom Bahnhof nimmst du den Bus 1A zur Standseilbahn. Sie fährt seit 1887 und überwindet die letzten 85 Höhenmeter. Sie gehört zum Stadtbusnetz, deshalb gilt das normale Ticket für 1,70 Euro sowohl im Bus als auch in der Bahn. In der Città Alta bildet die Piazza Vecchia den Mittelpunkt, mit dem alten Rathaus und dem Glockenturm Campanone, der noch immer jeden Abend um 22 Uhr 100 Schläge erklingen lässt. Direkt hinter dem Platz liegt die Basilika Santa Maria Maggiore.
Rund um die Oberstadt verlaufen die venezianischen Mauern von 1561. Sie sind über sechs Kilometer lang, gehören seit 2017 zum UNESCO-Welterbe und eignen sich für einen Spaziergang mit Blick über die Ebene. Ein halber Tag reicht für die Città Alta. Landest du am Flughafen Bergamo, lies meinen Guide zum Transfer vom Flughafen Bergamo nach Mailand.
Praktische Reisetipps für Mailand
Mailand hat fünf Metrolinien, die zusammen mit den Straßenbahnen alles in diesem Guide abdecken. Eine Einzelfahrt kostet 2,20 Euro und gilt 90 Minuten, eine Tageskarte kostet 7,60 Euro und eine Dreitageskarte 15,50 Euro. Am einfachsten hältst du deine Bankkarte oder dein Smartphone an das Lesegerät an der Sperre. Der Verkehrsbetrieb ATM berechnet automatisch den günstigsten Tarif, und du zahlst pro Tag nie mehr als für eine Tageskarte. Denk daran, beim Verlassen der Metro dieselbe Karte erneut vorzuhalten. Kinder unter 14 Jahren fahren kostenlos.
Ab Malpensa fährt der Malpensa Express für 15 Euro ins Zentrum. In meinem ausführlichen Guide erfährst du alles zum Transfer vom Flughafen Malpensa ins Zentrum. Landest du in Linate, erreichst du San Babila mit der M4 in 12 Minuten.
Plane deine Tage nach den Schließtagen. Montags sind das Letzte Abendmahl, die Brera, die Museen im Castello Sforzesco, das Leonardo-da-Vinci-Museum, San Maurizio und der Cimitero Monumentale geschlossen. Die Fondazione Prada schließt dienstags, die Ambrosiana mittwochs. Am ersten Sonntag im Monat sind unter anderem Brera, das Letzte Abendmahl und die Burgmuseen kostenlos. Für die ersten beiden brauchst du trotzdem eine Reservierung, und die Tickets sind schnell weg.
Der offizielle YesMilano City Pass kostet ab 39,90 Euro für 24 Stunden oder 60 Euro für drei Tage, inklusive öffentlicher Verkehrsmittel, Dom und mehrerer Museen. Er kann sich lohnen, wenn du auf das Domdach möchtest und drei oder vier der enthaltenen Museen besuchst. Für ein Wochenende mit Dom, Letztem Abendmahl und Spaziergängen sind Einzeltickets günstiger. Das Letzte Abendmahl ist im Pass nicht enthalten.
Kaufe hier den offiziellen YesMilano City Pass.
Die Hotelpreise in Mailand schwanken stark. Besonders teuer wird es während der Modewochen, die 2027 vom 15. bis 19. Januar für Herrenmode und vom 23. Februar bis 1. März für Damenmode stattfinden, sowie während der Designmesse Salone del Mobile vom 13. bis 18. April 2027. Meide diese Wochen, wenn du kannst. Zum Hotelpreis kommt eine Touristensteuer pro Person und Nacht hinzu. 2026 beträgt sie 7 Euro im Drei-, 10 Euro im Vier- und 12 Euro im Fünfsternehotel. Die Sätze für 2027 wurden noch nicht bekannt gegeben.
Wenn du bei der Wahl des Viertels unsicher bist, lies meinen Guide dazu, wo du in Mailand übernachten solltest, oder sieh dir alle Hotels in Mailand auf Booking.com an.