Von Deutschland aus ist Oslo je nach Abflughafen nur etwa anderthalb bis zwei Flugstunden entfernt und damit eine der spannendsten Großstädte, die du in Skandinavien so schnell erreichen kannst. Von Dänemark aus kannst du natürlich auch die knapp 600 km lange Strecke durch Schweden mit dem Auto fahren, wenn du lieber selbst fährst.
Aber was solltest du sehen und erleben, wenn du nach Oslo kommst?
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Tipp: Lies auch meinen Guide, wie du vom Flughafen Oslo Gardermoen ins Zentrum kommst.
Einführung – was gibt es in Oslo zu sehen?
Dabei helfe ich dir hier weiter: Ich habe eine Reihe von Tipps zusammengestellt, womit du deine Zeit verbringen kannst, wenn du dich auf den Weg in die schöne und geschichtsträchtige Hauptstadt Norwegens machst.
Oslo ist unter anderem reich an Museen. Wenn du also gerne Museen besuchst, kannst du dich auf Oslo freuen.
Auf meiner Liste steht nur ein Bruchteil davon, sonst wäre es schnell nichts weiter als eine Liste von Museen in Oslo. Und weil nicht jeder Lust auf einen ausgiebigen Museumsbesuch hat, habe ich die Auswahl vorsichtshalber ein wenig durchgemischt, sodass auch mehr dabei ist als nur norwegische Museen.
Außerdem gibt es mehrere Orte, die sich bestens für einen Ausflug mit den Kindern eignen, die vielleicht nicht ganz so begeistert davon sind, sich Gemälde von Edvard Munch anzusehen wie du. Rush Norway und der Oslo Klatrepark sind nur zwei davon, und beide beschreibe ich weiter unten im Artikel noch genauer.
Wenn du während deiner Reise ein Auto zur Verfügung hast, empfehle ich dir unbedingt, einen Ausflug in die grandiose norwegische Natur zu machen, die du so nirgendwo sonst auf der Welt findest.
Du hast wahrscheinlich keine Zeit für eine mehrtägige Schiffsreise in die kleinen norwegischen Buchten. Aber du musst gar nicht weit von Oslo wegfahren, um Beispiele für den enormen Reichtum an unbeschreiblicher Natur zu finden, den Norwegen hat.
Ansonsten wünsche ich dir und deiner Familie oder deinen Freunden eine richtig gute Reise zu unseren norwegischen Nachbarn.
Die Gastfreundschaft ist jedenfalls erstklassig, und die norwegische Herzlichkeit und Lebensfreude steckt dich an, sobald du in der Hauptstadt gelandet bist.
Wikingerschiffsmuseum – eine der Top-Sehenswürdigkeiten Oslos
Das erste Museum, mit dem du starten kannst, ist das Wikingerschiffsmuseum (Vikingskipshuset), in dem du die am besten erhaltenen Wikingerschiffe der Welt findest.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde bei einer großen Ausgrabung auf dem Hof Oseberg, rund 70 km südlich von Oslo, ein riesiges Schiffsgrab entdeckt. Insgesamt fand man dort gleich drei Wikingerschiffe, die bis ins Jahr 834 zurückdatiert werden.
Die drei Schiffe, das Tuneschiff, das Gokstadschiff und das Osebergschiff, sind heute im Wikingerschiffsmuseum ausgestellt, das 1926 an seinem heutigen Standort errichtet wurde, knapp zwanzig Jahre nach Abschluss der Ausgrabungen.
Im Museum gibt es außerdem weitere Gegenstände und Fundstücke aus derselben Ausgrabung zu sehen. Es ist die umfassendste Wikingerausstellung der Welt, und wenn du dich auch nur ein bisschen dafür interessierst, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall.
Und vielleicht finden auch die Kinder die uralten Wikingerschiffe spannend.
Hier kannst du Eintrittskarten für das Museum kaufen.
Vigeland-Anlage (Vigelandsanlegget) – ein ganz besonderes & kostenloses Erlebnis
Am Stadtrand von Oslo findest du das Vigelandsanlegget, eine Skulpturenanlage, die im öffentlichen Frognerpark liegt. Der perfekte Ort, wenn du gerne einen längeren Spaziergang machen möchtest, denn der Park ist riesig, und das Vigelandsanlegget ist nur das Tüpfelchen auf dem i in dem ohnehin schönen Park.
Die Skulpturen stammen von dem Mann, der der Anlage auch ihren Namen gegeben hat, nämlich Gustav Vigeland – ein norwegischer Bildhauer, der vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts aktiv war.
Die Anlage ist ganze 32 Hektar groß und liegt dabei in einem noch größeren Park, sodass du bei deinem Besuch einige Meter zurücklegen wirst.
Jede einzelne der insgesamt 214 Skulpturen wurde von dem norwegischen Bildhauer sorgfältig gestaltet, und seine Zeichnungen bildeten auch die Grundlage für das Design der Anlage selbst, die erst einige Jahre nach Vigelands Tod fertiggestellt wurde.
Der Besuch macht richtig Eindruck, und jede einzelne Skulptur kann man lange betrachten, so detailliert sind sie gearbeitet.
Ein tolles und vor allem kostenloses Erlebnis, das du dir während deines Aufenthalts in Oslo nicht entgehen lassen solltest.
Festung Akershus – (teilweise) von Christian IV. erbaut

Etwas zentraler in der Stadt liegt die Festung Akershus (Akershus Slot), eine Festungsanlage und ein ehemaliges Gefängnis, das heute ebenfalls zu den großen Sehenswürdigkeiten in Oslo gehört.
Die strategische Lage hat für die Festung in der norwegischen Geschichte eine große Rolle gespielt, sodass sie im Lauf der Zeit ein wichtiger Baustein für Oslo war.
Tatsächlich geht ein großer Teil der Festung auf den dänischen König Christian IV. zurück, der während seiner Regierungszeit König von Dänemark und Norwegen war.
Seitdem hat sich an der Festung allerdings einiges verändert, was sie heute aber nicht weniger spannend macht.
Später in der Geschichte bekommt Akershus allerdings auch einen blutigen und tragischen Fleck auf der Weste, denn im Zweiten Weltkrieg nutzte die deutsche Besatzungsmacht die Festung, um norwegische Patrioten und Widerstandskämpfer zu liquidieren.
Heute dient sie unter anderem als Grabkapelle für die norwegische Königsfamilie.
Bei einer zweistündigen geführten Stadtführung kommst du unter anderem an Akershus vorbei.
Das Königliche Schloss (Det Kongelige Slott) – ein etwas anderes „Schloss“

Nicht weit von Akershus entfernt findest du das Königliche Schloss, die heutige Residenz der norwegischen Königsfamilie.
Über das Aussehen des Schlosses gehen die Meinungen weit auseinander, und ich gebe gerne zu, dass es vielleicht nicht das schönste Schloss ist, das wir in Europa stolz vorzeigen können. Trotzdem ist es ein faszinierendes Gebäude, das du dir auf jeden Fall ansehen solltest, wenn du die Möglichkeit hast.
Wenn du keine Zeit hast, das Schloss von innen zu besichtigen, kannst du es auch problemlos von außen anschauen. Das klappt ganz einfach bei einem kleinen Spaziergang durch Oslo, wenn du ohnehin einen Stadtbummel machst.
Allerdings sind nur in den Sommermonaten Teile des Schlosses für die Öffentlichkeit zugänglich. Ansonsten kannst du einen Spaziergang im Schlosspark machen, den auch die Osloer selbst gerne nutzen.
Schau also kurz am Schloss vorbei, wenn du ohnehin zentral in Oslo wohnst oder gerade einen Spaziergang durch die Stadt machst.
Kon-Tiki-Museum – Ausstellung über „Norwegens Indiana Jones“

Sagt dir der Name Thor Heyerdahl etwas?
Er war der Mann hinter der Kon-Tiki-Expedition, die dem Buch und vor allem dem Film über die dramatische Abenteuerreise ihren Namen gegeben hat. Dabei versuchte eine Gruppe unter der Leitung von Thor Heyerdahl, von Südamerika nach Polynesien zu segeln.
Thor Heyerdahl wollte beweisen, dass amerikanische Ureinwohner mit der Strömung von Peru nach Polynesien gesegelt waren. Auch wenn es der Gruppe gelang, auf dem hauptsächlich aus Balsaholz gebauten Floß anzukommen, hielten nicht viele Forscher und Professoren etwas von dem Experiment.
Das lag unter anderem an der DNA-Forschung, die zeigte, dass die Bewohner Polynesiens überwiegend asiatische und nicht südamerikanische Vorfahren hatten.
Das Kon-Tiki-Museum zeigt neben der Kon-Tiki-Expedition auch eine Reihe weiterer Expeditionen von Thor Heyerdahl, die er über 40 bis 50 Jahre hinweg unternommen hat.
Thor Heyerdahl ist wohl das Nächste, was wir an einen echten Indiana Jones herankommen – ein moderner Abenteurer, der sich von keinem Widerstand aufhalten ließ.
Wenn du mehr über eine markante norwegische Persönlichkeit erfahren möchtest, ist diese Sehenswürdigkeit in Oslo genau das Richtige für dich.
Norsk Folkemuseum – gute Sehenswürdigkeit in Oslo mit Kindern
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Vakre høstfarger i friluftsmuseet 🍁🍂 Foto: @helgereiser1965 #norskfolkemuseum #folkemuseet
In Gehweite vom Kon-Tiki-Museum findest du außerdem das Norsk Folkemuseum, das am ehesten an eine Mischung aus Stadtmuseum und ländlichem Freilichtmuseum erinnert.
Das Museum ist ein ganzes Dorf und nicht nur ein einzelnes Gebäude, in dem du ein paar Ausstellungen findest.
Du trittst direkt in die Geschichte Norwegens ein, und mit ganzen 155 originalen Gebäuden aus dem alten Norwegen gibt es jede Menge zu entdecken.
Das Museum liegt wie viele andere Museen in Oslo auf der Halbinsel Bygdøy, die zu Oslo gehört.
- Es lohnt sich, für den Besuch im Norsk Folkemuseum ein paar Stunden einzuplanen, denn bei so viel zu sehen vergeht die Zeit schnell.
Außerdem laufen im Museum freiwillige Schauspieler und Historiker in altmodischer Kleidung herum, die Norwegens Geschichte spielen und erzählen.
Auch ein Ort, an den du die Kinder problemlos mitnehmen kannst. Der Eintritt liegt bei 120 NOK (ca. 10 Euro), das ist also gut machbar.
Holmenkollbakken – Norwegens bekannteste Schanze
Auch wenn sie ein Stück außerhalb von Oslo liegt, ist die Holmenkollbakken (Holmenkollen-Schanze) eines der stolzen Wahrzeichen der Stadt. Wenn du dich auch nur ein bisschen für Skisport interessierst, wird dir der Name sicher etwas sagen.
Es ist vielleicht die bekannteste Skisprungschanze Nordeuropas, und es gibt sie seit 1892, als dort der erste offizielle Wettkampf ausgetragen wurde.
Du kannst dir die Schanze natürlich auch an einem ganz normalen Wochentag ansehen. Wenn du aber ein Erlebnis der besonderen Art willst, ist es eine gute Idee, sie zu besuchen, wenn dort gesprungen wird.
Natürlich kannst du deine Norwegen-Reise nicht unbedingt auf einen Wettkampf an der Holmenkollbakken abstimmen. Aber es ist ein fantastisches Erlebnis, dort mit knapp 70.000 anderen Zuschauern zu stehen und Skispringen auf Weltklasseniveau zu erleben.
Seit dem ersten Wettkampf, bei dem der erste Rekord von 21,5 Metern aufgestellt wurde, hat sich im Skispringen einiges getan. Heute hat sich der offizielle Schanzenrekord mehr als versechsfacht und liegt bei stolzen 141 Metern.
Mathallen Oslo – Oslos Markthalle für Feinschmecker
Wenn du gutes Essen liebst und in Oslo ein leckeres Geschmackserlebnis suchst, solltest du dir einen Besuch in der Mathallen nicht entgehen lassen.
Je nachdem, wo du in der Stadt wohnst, kannst du am Fluss Akerselva entlanggehen – ein schöner und gemütlicher Spaziergang, der dich zur Mathallen führt.
In der Halle findest du eine ganze Reihe von Ständen und Läden, wo du dich zum Essen hinsetzen oder Zutaten einkaufen kannst, wenn du zu Hause selbst kochen möchtest.
Das Essen hat eine unglaublich hohe Qualität, und du kannst dich schon jetzt darauf freuen, einige der vielen fantastischen Gerichte in der Mathallen zu probieren.
Denk allerdings daran, dass wir hier trotz allem in Norwegen sind, die Preise in der Mathallen sind also entsprechend.
Ein Besuch in der Mathallen kann ganz schön ins Geld gehen, aber wenn du ein richtig gutes Geschmackserlebnis willst, ist sie absolut empfehlenswert.
Oslo Reptile Park – traust du dich, in Oslo eine Python zu halten?

Wenn du auf Schlangen und andere Reptilien stehst, kannst du auch im Oslo Reptile Park vorbeischauen. Von außen sieht das Gebäude nach nicht viel aus, aber davon solltest du dich nicht täuschen lassen.
Drinnen erwartet dich eine Welt voller Tiere, die in den Augen mancher süße kleine Haustiere sind und in den Augen anderer schreckliche, furchteinflößende Wesen. Gehörst du eher zur zweiten Gruppe, ist das wohl nicht der richtige Ort für dich.
Bei einem Besuch im Oslo Reptile Park darfst du unter anderem selbst eine Schlange halten. Du kannst tatsächlich eine Python in die Hand nehmen, wenn du dich traust.
Außerdem kannst du zusehen, wenn die Tiere gefüttert werden, was ebenfalls ein ganz besonderes Erlebnis ist.
Wenn dich Reptilien nicht interessieren, würde ich dir den Besuch nicht empfehlen. Bist du aber Fan, lohnt er sich auf jeden Fall.
Bootstour auf dem Fjord – Oslos Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus

Wenn du in Oslo bist, solltest du die Gelegenheit nutzen, eine Bootsfahrt auf dem Oslofjord zu machen.
Du kannst zum Beispiel Tickets für eine zweistündige Fahrt auf dem Fjord buchen, bei der du den schönen Blick auf Oslo und die einzigartige Natur rund um die Stadt genießt.
Es gibt auch andere, längere Touren, bei denen du mehrere Stunden auf dem Wasser bist, die kosten aber natürlich entsprechend mehr.
Wenn du einfach nur auf den Fjord hinausfahren und dir die charmanten kleinen Inseln dort ansehen möchtest, reicht diese zweistündige Tour völlig aus.
Hier findest du deine Tickets für die Tour.
Rush Norway – große Trampolinhalle für Kinder in Oslo

Suchst du einen Ort, an dem sich deine Kinder ein bisschen austoben können, ist Rush Norway genau richtig, das du etwas südlich von Oslo findest.
Rush Norway ist ein großer Trampolinpark, in dem du und deine Kinder springen könnt, bis ihr nicht mehr könnt.
Es macht der ganzen Familie Spaß, und wenn du mit dem Tempo der Kinder nicht mithalten kannst, gibt es außerdem ein nettes kleines Café, in dem du in Ruhe einen Kaffee trinken kannst, während die Kinder weiterspielen.
- Beachte, dass je nach Besuchszeitpunkt viel los sein kann.
Unter der Woche ist es meist leerer als am Wochenende. Wenn ihr also unter der Woche statt samstags oder sonntags kommen könnt, sind vielleicht etwas weniger Gäste da.
Eine Stunde kostet 160 NOK (ca. 14 Euro), das kann also schnell ins Geld gehen, wenn zwei bis drei Kinder springen wollen. Dafür haben sie aber auch richtig viel Spaß.
Tusenfryd – beliebter Freizeitpark südlich von Oslo
Eine Großstadt von Rang ohne Freizeitpark in der Nähe gibt es natürlich kaum. Auch Oslo hat einen, aber während die Parks in Kopenhagen und Stockholm eher zentral liegen, findest du den von Oslo rund 20 km südlich der Stadt.
- Lies auch: Guide zu den Sehenswürdigkeiten in Stockholm
Der Park heißt Tusenfryd, und jedes Jahr kommen mehr als eine halbe Million Besucher hierher, es ist also ein äußerst gut besuchter Freizeitpark.
Wie viele Freizeitparks in Deutschland hat auch Tusenfryd nur saisonal geöffnet. Von April bis Oktober ist an jedem Wochenende geöffnet, in den Sommermonaten sogar täglich.
Wenn du einen Besuch in Erwägung ziehst, solltest du deshalb in Oslo kurz die Öffnungszeiten prüfen, damit du nicht umsonst hinfährst.
Zu Tusenfryd gehört ein „ganz normaler“ Freizeitpark mit Karussells und Achterbahnen, aber auch der Wasserpark Badefryd, zu dem du Zugang bekommst, wenn du ein Ticket für Tusenfryd kaufst.
Eine Eintrittskarte kostet grundsätzlich 429 NOK (ca. 37 Euro) und gilt gleichzeitig als dein Fahrpass für alle Attraktionen.
Kinder unter 95 cm haben freien Eintritt in den Park, und es gibt Fahrgeschäfte für Kinder jeden Alters.
Oslo Klatrepark (Kletterpark) – aktiver Urlaub in Oslo?

Ein weiteres Erlebnis in Oslo für die ganze Familie ist ein Besuch im Oslo Klatrepark, wo Groß und Klein auf den gut angelegten Kletterparcours in den Bäumen auf ihre Kosten kommen.
Es gibt Parcours für jedes Niveau, und wenn du nicht so auf Höhe stehst, kannst du auch unten am Boden an den Parcours entlanggehen und der übrigen Familie zusehen, die um die Wette klettert.
Beachte, dass für die einzelnen Parcours unterschiedliche Anforderungen gelten können. Für manche Parcours muss das Kind eine bestimmte Körpergröße haben, und grundsätzlich muss das Kind von einem Erwachsenen begleitet werden.
- Der Park liegt knapp 15 km von Oslo entfernt, mit dem Auto ist er also problemlos zu erreichen.
Da der Park im Freien liegt, ist er aus Sicherheitsgründen im Winterhalbjahr geschlossen. Im Rest des Jahres ist er mittwochs sowie am Wochenende geöffnet.
Ein richtig guter Ort für einen Ausflug mit der ganzen Familie.
Opernhaus Oslo – ein schönes Gebäude, auf das du hinaufsteigen kannst
Opernhäuser haben einfach die Angewohnheit, den Städten, in denen sie stehen, die Show zu stehlen. Das sehen wir zum Beispiel an der Oper in Sydney und an der in Kopenhagen.
Das Gleiche gilt für das Opernhaus in Oslo, bei dem du unbedingt vorbeischauen solltest, wenn du in die Stadt kommst.
Das schöne, von Architekten entworfene Gebäude ist zu einem bekannten Wahrzeichen der Stadt geworden. Wenn du vorbeikommst, empfehle ich dir, einmal hinaufzugehen – ja, du hast richtig gelesen, du kannst tatsächlich auf das Dach des Gebäudes steigen.
Von dort oben hast du einen unglaublich schönen Blick über den Oslofjord und den Rest der Stadt.
Du kannst auch einen Blick ins Foyer werfen, wo du ein Souvenir mit nach Hause nehmen oder im Restaurant des Hauses zu Mittag essen kannst.
Bei Baukosten von knapp vier Milliarden Kronen wurde auf jedes einzelne Detail Wert gelegt, und die offizielle Eröffnung 2008 bekam entsprechend viel Aufmerksamkeit in den Medien.
Munch-Museum – ein hervorragendes Kunstmuseum

Das letzte Museum, das ich dir hier empfehle, ist das Munch-Museum (Munchmuseet), das ich auch in der Einleitung kurz erwähnt habe.
Es ist wohl nicht der Lieblingsort der Kinder, aber wenn du dich für Kunst interessierst und die fantastischen Werke von Edvard Munch sehen möchtest, kann ich dir einen Abstecher in dieses Museum nur empfehlen.
Edvard Munch war ein sehr produktiver Künstler, was man unter anderem an der Sammlung des Museums sieht, die mehr als 28.000 Werke umfasst.
Davon sind 1.100 Gemälde, der weitaus größte Teil sind Grafiken.
- Munchs wohl berühmtestes Gemälde, „Der Schrei“, findest du allerdings nicht im Munch-Museum, sondern in der Nasjonalgalleriet (Nationalgalerie), die aber ebenfalls in Oslo liegt.
Auch ein Besuch dort ist empfehlenswert, wenn du das berühmte Gemälde sehen möchtest.
Im Museum hängen auch Werke anderer Künstler, aber natürlich nimmt Munchs Sammlung den meisten Platz ein.
Beachte, dass das Museum wegen seiner großen Munch-Sammlung Gemälde an andere Museen und Ausstellungen weltweit verliehen haben kann. Du kannst also nicht immer sicher sein, dass ein bestimmtes Gemälde bei deinem Besuch vor Ort ist.
Nobel Peace Center

Zu guter Letzt kannst du auch beim Nobel Peace Center in Oslo vorbeischauen, das 2005 zum ersten Mal seine Türen öffnete. Das Zentrum zeigt Werke, Ideen und Forschungsergebnisse, die im Lauf der Zeit mit Nobelpreisen ausgezeichnet wurden.
Das Gebäude wird aber auch für viele andere Zwecke genutzt, darunter politische Veranstaltungen und Abende zum Nachdenken und Diskutieren, bei denen große Themen wie Umwelt, Krieg, Frieden und Konflikte behandelt werden.
Hier bekommst du wirklich ein Gefühl dafür, wozu wir Menschen fähig sind und wie weit wir gekommen sind. Lerne die vielen Nobelpreisträger kennen und sei darauf gefasst, sowohl berührende als auch harte Geschichten zu hören.
Zum Schluss wünsche ich dir eine richtig gute Reise nach Oslo, und ich hoffe, dass dir dieser große Guide zu Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen in der Hauptstadt Norwegens weiterhelfen konnte.
Dieser Reiseführer zu Oslo wurde von Sander geschrieben, der als fester Autor auf diesem Reiseblog allgemeine Guides zu beliebten Reisezielen schreibt.