Sehenswürdigkeiten in Paris – 24 Highlights & Erlebnisse 🇫🇷

Die 24 besten Sehenswürdigkeiten in Paris: persönliche Tipps, aktuelle Besucherinfos, Tickets, Karten und Ideen für den ersten Städtetrip.

Paris mit Eiffelturm und Seine

Paris gehört zu meinen absoluten Lieblingsstädten in Europa. Schon ein kurzer Spaziergang führt hier an weltbekannten Sehenswürdigkeiten vorbei. Eiffelturm, Louvre und Notre-Dame gehören selbstverständlich dazu, doch die französische Hauptstadt hat weit mehr zu bieten: stille Gärten, monumentale Geschichte, moderne Kunst und Viertel, in denen das Pariser Alltagsleben spürbar wird.

In diesem Guide stelle ich 24 Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse vor, die sich besonders für eine erste Reise eignen. Dazu kommen meine persönlichen Erinnerungen und Tipps für die Planung: Welche Aussicht lohnt sich, wofür brauchst du ein Ticket und wo kannst du einfach kostenlos vorbeischauen?

Für die Planung der Stadtviertel findest du außerdem meinen Guide dazu, wo man in Paris übernachten sollte. Wer zentral und atmosphärisch wohnen möchte, kann auch direkt meine Auswahl der besten Hotels im Marais lesen.

1. Eiffelturm: das Wahrzeichen von Paris

Blick auf den Eiffelturm in Paris

Der Eiffelturm gehört auf jede erste Paris-Reise. Ähnlich wie der Fernsehturm in Berlin ist er aus vielen Teilen der Stadt zu sehen, doch seine Dimension versteht man erst direkt unter der Eisenkonstruktion. Als ich ihn zum ersten Mal als Erwachsener am Horizont sah, bekam ich dieses besondere Kribbeln im Bauch. Aus der Nähe wurde der Eindruck nur stärker.

Der Zugang zur Esplanade unter dem Turm ist nach der Sicherheitskontrolle kostenlos. Für die Etagen brauchst du dagegen ein Ticket. Zur Wahl stehen Treppen- und Aufzugstickets bis zur zweiten Etage sowie, wenn geöffnet, die Weiterfahrt zur Spitze. Zeitfenster, Betriebszeiten und die Verfügbarkeit der Spitze können sich wegen Wetter, Wartung oder hoher Auslastung ändern. Prüfe deshalb immer den aktuellen Kalender des Eiffelturms.

Buche möglichst früh und lies genau, ob dein Angebot die zweite Etage oder die Spitze umfasst. Eine vorab gebuchte Leistung ersetzt nicht die Sicherheitskontrolle. Hier kannst du eine englischsprachige Eiffelturm-Tour mit Zugang zur zweiten Etage oder zur Spitze ansehen.

2. Louvre und Mona Lisa

Das Louvre-Museum in Paris

Der Louvre ist viel mehr als ein Museum mit der Mona Lisa. In dem riesigen ehemaligen Königspalast reichen die Sammlungen von ägyptischen Altertümern über griechische und römische Kunst bis zu Skulpturen, Kunsthandwerk, Grafik und europäischen Gemälden. Die gläserne Pyramide im Cour Napoléon ist inzwischen selbst eine Pariser Ikone.

Besucher in einem reich verzierten Saal des Louvre

Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Louvre bisher nicht von innen besucht habe. Ich bin jedoch mehrfach daran vorbeigegangen und habe gesehen, wie groß der Andrang sein kann. Plane daher lieber einen Schwerpunkt als den Versuch, an einem Tag alles zu sehen. Mona Lisa, Venus von Milo und Nike von Samothrake lassen sich gut zu einer ersten Highlights-Route verbinden.

Der Louvre ist dienstags geschlossen und bietet an bestimmten Abenden verlängerte Öffnungszeiten. Tickets und Bedingungen können sich ändern; die verlässlichste Quelle ist die offizielle Besucherinformation des Louvre. Auch mit Zeitfenster bleiben Sicherheitskontrollen bestehen. Vorsicht bei Angeboten, die einen vollständig wartelosen Eintritt versprechen.

Hier findest du einen vorab organisierten Louvre-Eintritt mit Begleitung zur Mona Lisa. Vergleiche Leistungsumfang und Treffpunkt sorgfältig mit dem offiziellen Ticket.

In meinem Video zeige ich dir weitere Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse in Paris:

3. Jardin des Tuileries

Zwischen Louvre und Place de la Concorde liegt der Jardin des Tuileries, ein öffentlicher Garten mitten im historischen Zentrum. Die geraden Achsen, Teiche, Statuen und typischen grünen Stühle machen ihn ideal für eine Pause zwischen zwei Museen. Eine Bäckereitüte und ein Kaffee reichen für ein unkompliziertes Pariser Picknick.

Im Sommer findet im Umfeld gewöhnlich ein saisonaler Jahrmarkt statt. Die Termine und der Veranstaltungsort können von Jahr zu Jahr wechseln. Prüfe den aktuellen Garteneintrag des Louvre und den Veranstaltungskalender. Der Garten selbst ist kostenlos, kann aber bei schlechtem Wetter oder Veranstaltungen vorübergehend schließen.

4. Disneyland Paris

Minnie Maus vor dem beleuchteten Schloss im Disneyland Paris

Wenn du mit Kindern reist, solltest du das Wort Disneyland nur erwähnen, wenn ein Besuch tatsächlich infrage kommt. Der Komplex in Marne-la-Vallée besteht aus zwei Themenparks, Hotels und Disney Village und ist groß genug für einen ganzen Tag, bei zwei Parks eher für mehr. Wartezeiten und saisonale Shows machen einen festen Tagesplan sinnvoll.

Vom Zentrum fährt der RER A bis Marne-la-Vallée Chessy direkt vor die Parks. Die Fahrpläne können sich wegen Bauarbeiten ändern, deshalb kontrollierst du die Verbindung am Reisetag am besten beim Pariser Nahverkehr RATP. Tickets sind datumsabhängig; Preise und Zutrittsbedingungen stehen auf der offiziellen Disneyland-Paris-Seite.

5. Moulin Rouge

Das Moulin Rouge im Pariser Viertel Pigalle

Seit 1889 steht die rote Mühle am Boulevard de Clichy für Pariser Cabaret. Selbst ohne Vorstellung lohnt sich am Abend der Blick auf die leuchtende Fassade. Wer das berühmte Haus wirklich erleben möchte, besucht die Show Féerie mit Tanz, Kostümen und aufwendigen Bühnenbildern.

Das Erlebnis ist teuer und beliebte Termine sind oft ausgebucht. Informiere dich über die Kleiderordnung und erscheine rechtzeitig; große Taschen und Sportkleidung können problematisch sein. Aktuelle Vorstellungen und Hausregeln findest du beim Moulin Rouge.

6. Katakomben von Paris

Als ich als Kind zum ersten Mal von den Katakomben hörte, war ich gleichzeitig fasziniert und wirklich erschrocken. Das Netz der alten Steinbrüche unter Paris ist riesig, doch nur ein kleiner, gesicherter Rundgang ist öffentlich zugänglich. In diesem Ossuarium wurden ab dem späten 18. Jahrhundert Gebeine aus überfüllten Friedhöfen untergebracht.

Der Rundgang ist kühl, feucht, stellenweise eng und umfasst viele Stufen. Er eignet sich nicht für alle Personen mit eingeschränkter Mobilität, Herz- oder Atemproblemen oder starker Klaustrophobie. Nach Angaben des offiziellen Katakomben-Museums ist dienstags bis sonntags geöffnet; Reservierungen werden nur in einem begrenzten Zeitraum vor dem Besuch freigeschaltet. Prüfe dort die tagesaktuellen Zeiten.

Hier kannst du eine Katakomben-Option mit Audioguide ansehen. Vergleiche genau, ob eine Seinefahrt eingeschlossen oder nur optional ist.

Weitere praktische Eindrücke bekommst du in meinem Paris-Video:

7. Paris mit dem Sightseeingbus

Blick vom offenen Sightseeingbus am Trocadéro auf den Eiffelturm

Ein Hop-on-Hop-off-Bus ist besonders am ersten Tag praktisch, wenn du die Entfernungen zwischen den großen Sehenswürdigkeiten verstehen möchtest. Paris ist zwar gut zu Fuß und mit der Métro zu erkunden, doch Eiffelturm, Arc de Triomphe, Louvre und Notre-Dame liegen weit genug auseinander, dass eine Rundfahrt Zeit und Energie sparen kann.

Routen, Haltestellen und Frequenzen ändern sich. Verlasse dich deshalb nicht auf ältere Angaben zu einer festen Zahl von Linien. Prüfe vor dem Kauf den Live-Fahrplan und ob dein Ticket 24 oder 48 Stunden ab Aktivierung gilt. Hier siehst du eine aktuelle Hop-on-Hop-off-Option für Paris.

In diesem Video zeige ich meinen ausführlicheren Paris-Reiseguide:

8. Sacré-Cœur und Montmartre

Sacré-Cœur auf dem Montmartre in Paris

Sacré-Cœur ist wahrscheinlich mein Lieblingsort in ganz Paris. Die weiße Basilika steht hoch auf dem Montmartre, und schon die Treppen davor bieten eine der schönsten kostenlosen Aussichten über die Stadt. Der Eintritt in die Basilika ist kostenlos. Nur die separat zugängliche Kuppel kostet.

Die Basilika ist täglich geöffnet, Gottesdienste haben Vorrang. Während der bis Ende Mai 2027 geplanten Restaurierung der großen Orgel können einzelne Bereiche oder das Programm eingeschränkt sein. Die aktuellen Hinweise stehen auf der offiziellen Sacré-Cœur-Seite.

Aussicht von Sacré-Cœur über Paris

Nachdem ich den Ort im März 2015 zum ersten Mal besucht hatte, war ich begeistert. Als ich im Sommer desselben Jahres nahe Sacré-Cœur wohnte, saßen wir an mehreren Abenden auf der Wiese vor der Kirche, tranken ein Glas Wein und blickten über Paris. Heute solltest du vor Ort die geltenden Regeln und Absperrungen beachten und auf Gottesdienste Rücksicht nehmen.

9. Bootsfahrt auf der Seine

Notre-Dame vom Wasser aus mit einem Boot auf der Seine

Eine Seinefahrt zeigt die Stadt aus einer ruhigeren Perspektive. Viele Routen führen an Eiffelturm, Louvre, Musée d’Orsay und den Inseln im historischen Zentrum vorbei. Besonders bei einer ersten Reise hilft die Fahrt dabei, die Lage der Viertel und Brücken zu verstehen.

Auf meiner Sommerreise 2015 machten meine Partnerin und ich eine klassische Rundfahrt. Es waren über 40 Grad und die leichte Brise auf dem Wasser war eine echte Erleichterung. Die Sicht auf die Fassaden entlang der Seine hat mir so gut gefallen, dass ich eine solche Fahrt weiterhin gern empfehle.

Startpier, Dauer und enthaltene Kommentare unterscheiden sich je nach Anbieter. Hier findest du die klassische Seine-Rundfahrt ab dem Eiffelturm. Bei Hochwasser können Fahrplan und Strecke kurzfristig geändert werden.

10. Notre-Dame de Paris

Kathedrale Notre-Dame auf der Île de la Cité

Notre-Dame ist seit Dezember 2024 wieder für Besucher geöffnet. Die nach dem Brand von 2019 restaurierte Kathedrale auf der Île de la Cité kann kostenlos betreten werden. Es gibt ein offizielles, ebenfalls kostenloses Reservierungssystem, das Wartezeiten reduzieren kann. Kein Vermittler ist berechtigt, Geld für den reinen Eintritt in die Kathedrale zu verlangen.

Öffnungszeiten, Gottesdienste und die optionale Reservierung findest du ausschließlich auf der offiziellen Notre-Dame-Seite. Auch mit Reservierung ist eine Sicherheitskontrolle möglich. Führungen durch das Viertel oder archäologische Angebote sind eigenständige Leistungen.

Hier kannst du eine geführte Notre-Dame-Tour ansehen. Lies den Leistungsumfang genau: Der kostenlose Kathedraleneintritt selbst ist kein Skip-the-line-Produkt.

11. Arc de Triomphe

Triumphbogen Arc de Triomphe in Paris

Am westlichen Ende der Champs-Élysées steht der Arc de Triomphe. Von unten beeindruckt das Monument durch seine Reliefs und das Grab des Unbekannten Soldaten; von der Terrasse bietet es einen der besten geradlinigen Blicke über Paris. Besonders deutlich siehst du, wie zwölf Avenuen sternförmig vom Place Charles-de-Gaulle ausgehen.

Versuche niemals, den Kreisverkehr oberirdisch zu überqueren. Der Zugang erfolgt durch die Unterführung. Für die Terrasse sind zahlreiche Stufen zu bewältigen; der Aufzug ist vorrangig für Besucher mit eingeschränkter Mobilität vorgesehen und führt nicht ganz bis aufs Dach. Aktuelle Schließtage und Zugangsbedingungen stehen bei den Monuments nationaux.

Hier kannst du ein Ticket für die Dachterrasse des Arc de Triomphe ansehen. Die Sicherheitskontrolle lässt sich damit nicht überspringen.

12. Avenue des Champs-Élysées

Avenue des Champs-Élysées in Paris

Die Champs-Élysées verbindet den Place de la Concorde mit dem Arc de Triomphe. Radsportfans kennen die Avenue als legendären Schauplatz der Tour de France, doch an gewöhnlichen Tagen ist sie vor allem Einkaufs- und Flaniermeile. Zwischen internationalen Marken, Kinos und Restaurants ist sie deutlich kommerzieller als viele kleinere Pariser Straßen.

Am schönsten erschließt sich die Achse zu Fuß: Beginne am Jardin des Tuileries, überquere den Place de la Concorde und gehe allmählich hinauf zum Triumphbogen. Für ruhigeres Shopping und individuellere Läden sind Marais, Saint-Germain oder die Seitenstraßen oft reizvoller.

13. Trocadéro-Gärten

Viele klassische Eiffelturm-Fotos entstehen von der Terrasse am Palais de Chaillot und in den Trocadéro-Gärten. Von hier fällt der Blick über die Fontänen, die Seine und den Champ de Mars direkt auf den Turm. Der Aussichtspunkt ist kostenlos und früh am Morgen meist angenehmer als zur Hauptzeit.

Setz dich mit einem Kaffee auf eine Bank oder kombiniere Trocadéro mit dem anschließenden Spaziergang über die Pont d’Iéna zum Eiffelturm. Bei Großveranstaltungen können Bereiche abgesperrt sein.

14. Musée d’Orsay

Das Musée d’Orsay zeigt, dass Paris weit mehr Kunstmuseen als den Louvre besitzt. Der Bahnhof Gare d’Orsay wurde für die Weltausstellung 1900 gebaut; das Museum eröffnete 1986. Heute ist es besonders für Kunst von 1848 bis 1914 und seine bedeutenden impressionistischen und postimpressionistischen Werke bekannt.

Das Gebäude wird schrittweise modernisiert, wodurch Zugänge oder Säle zeitweise verändert sein können. Prüfe vor dem Besuch die offiziellen Hinweise des Musée d’Orsay. Montags ist das Museum normalerweise geschlossen, donnerstags gibt es häufig eine längere Abendöffnung.

Hier kannst du ein vorab gebuchtes Ticket für das Musée d’Orsay ansehen. Rechne auch hier mit einer Sicherheitskontrolle.

15. Schloss Versailles

Vorplatz von Schloss Versailles mit Reiterstatue und Kunstinstallation

Versailles liegt westlich von Paris und eignet sich als eigener Tagesausflug. Der Spiegelsaal, die königlichen Appartements, der weitläufige Park und die Trianon-Schlösser lassen sich nicht sinnvoll zwischen zwei weitere Programmpunkte quetschen. Wer sich für Geschichte, Architektur oder Ludwig XIV. interessiert, sollte mehrere Stunden einplanen.

Die RER-C-Verbindung fährt je nach Ausgangspunkt nach Versailles Château Rive Gauche; Bauarbeiten können jedoch zu Änderungen führen. Für den Palast ist ein Zeitfenster erforderlich. Garten, Fontänenshows und Trianon können je nach Ticket und Saison unterschiedlich geregelt sein. Nutze deshalb die offizielle Ticketübersicht von Versailles.

16. Centre Pompidou: derzeit geschlossen

Außenansicht des Centre Pompidou in Paris

Das Centre Pompidou ist wegen einer umfassenden Sanierung seit dem 22. September 2025 geschlossen. Die Wiedereröffnung des Hauptgebäudes in Beaubourg ist für 2030 vorgesehen. Eine alte Empfehlung, spontan ein Museumsticket für das Gebäude zu kaufen, wäre daher irreführend.

Die Institution bleibt mit dem Programm „Constellation“ an anderen Orten aktiv. Auf der offiziellen Transformationsseite des Centre Pompidou findest du aktuelle Ausstellungen und Spielorte. Die markante Außenarchitektur kannst du weiterhin vom Quartier Beaubourg aus sehen und gut mit einem Spaziergang durchs Marais verbinden.

17. Place de la Concorde

Vor meiner ersten Paris-Reise kannte ich den Place de la Concorde vor allem aus den Fernsehbildern der Tour de France. Der große Platz zwischen Tuilerien und Champs-Élysées ist durch den ägyptischen Obelisken sofort erkennbar. Er stammt aus Luxor und ist mehr als 3.000 Jahre alt.

Der Platz hieß während der Französischen Revolution Place de la Révolution. Hier wurden Ludwig XVI., Marie-Antoinette und viele weitere Menschen hingerichtet. Heute ist er ein stark befahrener Verkehrsknoten. Nutze die Ampeln und Übergänge, statt spontan zwischen den Fahrspuren zu laufen.

18. Jardin du Luxembourg

Der Jardin du Luxembourg wurde als Garten des Palais du Luxembourg angelegt und ist heute eine öffentliche Parkanlage am Quartier Latin. Blumenbeete, Alleen, Skulpturen und das große Becken schaffen einen ruhigen Kontrast zu den engen Straßen der Umgebung. Kinder lassen dort traditionell kleine Segelboote fahren.

Die Öffnungszeiten ändern sich mit Tageslicht und Jahreszeit. Aktuelle Zeiten und vorübergehende Schließungen veröffentlicht der französische Senat, der den Garten verwaltet. Der Eintritt ist kostenlos.

19. Panthéon

Blick durch den monumentalen Innenraum des Panthéon

Das Panthéon beherrscht den Hügel Sainte-Geneviève im Quartier Latin. Die ehemalige Kirche wurde während der Französischen Revolution zu einem nationalen Monument. In der Krypta ruhen unter anderem Voltaire, Rousseau, Victor Hugo, Marie Curie und Alexandre Dumas.

Neben Krypta und monumentalem Innenraum ist saisonal ein Zugang zur Kuppel möglich, sofern Wetter und Betrieb es erlauben. Prüfe Zeiten, freie Eintritte und eventuelle Zusatzkarten auf der offiziellen Panthéon-Seite.

Hier kannst du ein Eintrittsticket für das Panthéon ansehen.

20. Friedhof Père-Lachaise

Historische Grabstätten auf dem Friedhof Père-Lachaise

Fans von The Doors kennen Père-Lachaise wegen Jim Morrisons Grab. Ich besuchte es auf meiner ersten Paris-Reise vor vielen Jahren. Weil ich vorher kaum recherchiert hatte, überraschte mich die Schönheit des gesamten Friedhofs: gewundene Wege, alte Bäume, Kapellen und aufwendig gestaltete Grabmäler machen ihn zu einem besonderen historischen Ort.

Neben Jim Morrison sind unter anderem Oscar Wilde, Édith Piaf und Frédéric Chopin hier bestattet. Das Gelände ist rund 43 Hektar groß, teilweise steil und uneben. Eine Karte und feste Schuhe sind hilfreich. Vor allem bleibt Père-Lachaise ein aktiver Friedhof: Sprich leise, respektiere Trauernde und berühre keine Gräber. Praktische Hinweise bietet die Stadt Paris.

Hier findest du eine französischsprachige Führung über den Friedhof Père-Lachaise. Die verlinkte Tour wird auf Französisch angeboten; der Friedhofseintritt selbst ist kostenlos.

21. Palais Garnier

Beleuchtete Fassade des Palais Garnier in Paris

Das Palais Garnier gehört zu den prunkvollsten Opernhäusern Europas. Auch ohne Vorstellung kannst du normalerweise die große Treppe, Foyers, Salons und Teile der Bibliothek besichtigen. Gold, Marmor und Mosaike vermitteln sehr anschaulich, wie repräsentativ ein Opernbesuch im 19. Jahrhundert war.

Roter und goldener Zuschauerraum im Palais Garnier

Eine wichtige Einschränkung: Proben und Aufführungen können den Zuschauerraum kurzfristig unzugänglich machen, und kein Besuchsticket garantiert dessen Öffnung. Die Pariser Oper verlangt eine Online-Reservierung. Kontrolliere daher am Besuchstag die offiziellen Besucherinformationen des Palais Garnier.

Hier kannst du das Palais-Garnier-Angebot für Erwachsene außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums ansehen. Die verlinkte Erwachsenenkarte richtet sich laut Anbieter an Personen mit Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit außerhalb des EWR. Wenn du in Deutschland wohnst oder die deutsche Staatsangehörigkeit hast, wähle den passenden Tarif auf der oben verlinkten offiziellen Opernseite.

22. Hôtel des Invalides und Napoleons Grab

Historisches Grabmal im Invalidendom in Paris

Der weitläufige Invalidenkomplex umfasst das Musée de l’Armée, den Invalidendom mit Napoleons Grab, das Musée des Plans-Reliefs und weitere Sammlungen. Die militärhistorischen Ausstellungen reichen von Rüstungen und frühen Waffen bis zu den Weltkriegen und der modernen französischen Geschichte.

Für einen vollständigen Rundgang solltest du mehrere Stunden vorsehen. Das Museum ist gewöhnlich täglich geöffnet, schließt aber am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember; einzelne Bereiche können abweichende Zeiten haben. Details stehen beim Musée de l’Armée.

Hier findest du ein Ticket für das Armeemuseum und Napoleons Grab. Bewahre dein Ticket auf, da es an mehreren Eingängen kontrolliert werden kann.

23. Sainte-Chapelle

Bunte Glasfenster der Sainte-Chapelle in Paris

Nur wenige Schritte von Notre-Dame entfernt steht die Sainte-Chapelle im ehemaligen königlichen Palast. Die obere Kapelle wirkt fast vollständig aus farbigem Glas: 15 hohe Fenster erzählen in mehr als tausend Szenen biblische Geschichten. Bei Sonnenschein entsteht ein besonders intensives Farbspiel.

Da sich die Kapelle im Justizkomplex befindet, ist eine Sicherheitskontrolle obligatorisch. Große Taschen und scharfe Gegenstände sind nicht erlaubt. Zeitfenster, freie Eintritte und Kombitickets mit der Conciergerie findest du bei den Monuments nationaux.

Hier kannst du eine geführte Tour mit reserviertem Eintritt in die Sainte-Chapelle ansehen.

24. Canal Saint-Martin

Nicht nur die Seine prägt Paris. Napoleon ließ den Canal Saint-Martin zu Beginn des 19. Jahrhunderts anlegen, um die Wasserversorgung der wachsenden Stadt zu verbessern. Heute führen Uferwege, Schleusen und gusseiserne Brücken durch eines der entspanntesten Viertel im Nordosten des Zentrums.

Starte zum Beispiel an der Passerelle des Douanes und gehe Richtung Bassin de la Villette oder südlich zum Quai de Valmy. Rund um den Kanal liegen Cafés, Bäckereien und Bars. An warmen Abenden sitzen viele Menschen am Wasser; nimm deinen Müll mit und beachte lokale Regeln zu Alkohol und Lärm.

Ich hoffe, mein Guide hilft dir dabei, deine Paris-Reise zu planen. Wenn du Fragen hast oder einen Tipp für eine weniger bekannte Sehenswürdigkeit teilen möchtest, hinterlasse gern einen Kommentar.

Wie viele Tage braucht man für Paris?

Für eine erste Reise empfehle ich mindestens drei volle Tage. In dieser Zeit kannst du die wichtigsten Achsen sinnvoll bündeln: Eiffelturm und Seine, Louvre und historisches Zentrum sowie Montmartre oder ein großes Museum. Mit vier bis fünf Tagen bleibt Platz für Versailles, Disneyland oder ruhigere Viertel, ohne jeden Programmpunkt hastig abzuhaken.

Was darf man in Paris nicht verpassen?

Beim ersten Besuch gehören Eiffelturm, Seine, Notre-Dame, Louvre oder Musée d’Orsay sowie Montmartre mit Sacré-Cœur zu den stärksten Eindrücken. Arc de Triomphe und Tuilerien lassen sich gut in dieselbe Route einbauen. Wähle lieber wenige kostenpflichtige Hauptattraktionen pro Tag und reserviere die beliebtesten Zeitfenster vorab. So bleibt genug Raum für genau das, was Paris besonders macht: ziellose Spaziergänge, Cafés und unerwartete Blicke auf die Stadt.