Wien Sehenswürdigkeiten: Die 20 besten Highlights und Aktivitäten

Entdecke die 20 besten Sehenswürdigkeiten in Wien: von Schönbrunn und Stephansdom bis zu Kaffeehäusern und Heurigen, mit Preisen und praktischen Tipps.

Fußgängerzone in Wien mit Blick auf die Hofburg

Wien war über 600 Jahre lang Kaiserstadt, und das siehst du noch heute überall. Die Schlösser, die Oper, die Museen und die breiten Boulevards liegen so nah beieinander, dass du die meisten bequem zu Fuß erreichst. Wenn die Beine müde werden, setzt du dich mit einer Zeitung und einem Stück Kuchen ins Kaffeehaus. Die Stadt ist sauber, gut organisiert und leicht zu erkunden.

Hier stelle ich dir meine 20 besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Wien vor, mit Preisen, Öffnungszeiten und Tipps dazu, was du vorab buchen solltest. Die Preise sind in Euro angegeben. Mehrere große Museen haben inzwischen Zeitfenstertickets eingeführt, und ein paar bekannte Orte sind geschlossen oder werden umgebaut. Darauf gehe ich bei den jeweiligen Sehenswürdigkeiten ein.

1. Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn und das Große Parterre in Wien

Die Sommerresidenz der Habsburger gehört zu Wiens wichtigsten Sehenswürdigkeiten und steht seit 1996 auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Schloss hat 1.441 Räume, von denen du 45 besichtigen kannst. Dazu gehören der Spiegelsaal, in dem Mozart als Sechsjähriger auftrat, und die Große Galerie.

Du hast die Wahl zwischen zwei Tickets. Die State Apartments kosten 30 Euro und der Rundgang dauert etwa 40 Minuten. Das Palace Ticket für 42 Euro umfasst alle Räume der Beletage und nimmt rund 75 Minuten in Anspruch. Beide enthalten einen Audioguide und gelten für eine feste, verbindliche Einlasszeit. Das Schloss öffnet täglich um 8.30 Uhr und schließt je nach Jahreszeit zwischen 17 und 18 Uhr. Die aktuellen Öffnungszeiten findest du auf der Schlosswebsite.

Der Park ist kostenlos und öffnet um 6.30 Uhr. Geh zur Gloriette auf dem Hügel hinauf, von der du über das Schloss und die Stadt blickst. Im Park liegt auch der Tiergarten Schönbrunn, der älteste noch bestehende Zoo der Welt. Der Eintritt kostet 29 Euro. Mit der U4 fährst du bis Schönbrunn. Kaufe Tickets nur im offiziellen Ticketshop oder bei bekannten Anbietern, denn das Schloss warnt selbst vor gefälschten Ticketseiten.

Buche eine Führung durch Schloss Schönbrunn und die Gärten ohne Anstehen.

2. Stephansdom

Stephansdom vom Stephansplatz in Wien aus gesehen

Der Dom mitten in der Stadt ist Wiens Wahrzeichen. Sein gotischer Südturm aus dem Jahr 1433 ist 136 Meter hoch, und das Dach mit den bunten Ziegeln ist von weiten Teilen der Innenstadt aus zu sehen. Den hinteren Teil der Kirche kannst du kostenlos betreten. Für die übrigen Bereiche brauchst du ein Ticket.

Jeder Bereich kostet einzeln 8 Euro: der Kirchenraum, die Katakomben, der Südturm und der Nordturm. Zum Südturm führen 343 Stufen hinauf, einen Aufzug gibt es nicht. Im Nordturm bringt dich ein Aufzug zur Pummerin. Die über 21 Tonnen schwere Glocke ist die größte Österreichs. Die Katakomben kannst du nur bei einer Führung besichtigen. Möchtest du alles sehen, kostet das Gesamtticket 29 Euro und umfasst auch das Dom Museum Wien.

Besichtigungen sind montags bis samstags von 9 bis 11.30 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr möglich. Sonntags beginnt der Einlass wegen der Gottesdienste erst um 13 Uhr. Die U1 und U3 halten am Stephansplatz direkt vor der Tür.

Kaufe hier das Gesamtticket für den Stephansdom und das Dom Museum Wien.

3. Hofburg und Sisi Museum

Hofburg und Heldenplatz in Wien

Die Hofburg war über 600 Jahre lang Winterresidenz und Regierungssitz der Habsburger. Der Komplex nimmt ein ganzes Stadtviertel ein. Besonders beliebt sind das Sisi Museum und die Kaiserappartements, in denen du siehst, wie Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth lebten. Das Museum zeigt über 300 Objekte, darunter ihre Kleider, Schmuckstücke und den Nachbau ihres Salonwagens.

Das Ticket umfasst das Museum und die Appartements, enthält einen Audioguide und kostete bisher 20 Euro. Für den Besuch solltest du etwa eine Stunde einplanen. Du musst online ein Ticket für einen festen Zeitpunkt kaufen. Das geht über die Website des Museums.

Das Museum wird derzeit erweitert. Bis zum 18. November 2026 ist der eigentliche Museumsbereich geschlossen, während die Appartements zu einem reduzierten Preis zugänglich bleiben. Am 19. November 2026 eröffnet ein neuer, größerer Rundgang mit zwölf zusätzlichen Räumen. Die seit 2023 geschlossene Silberkammer wird ebenfalls Teil des Rundgangs. Der Eingang liegt unter der Kuppel am Michaelerplatz. Die nächste U-Bahn-Station ist Herrengasse an der U3.

Buche eine Führung durch das Sisi Museum, die Hofburg und die Gärten.

4. Spanische Hofreitschule

Zwei weiße Lipizzaner an den Stallfenstern der Spanischen Hofreitschule in Wien

Die Spanische Hofreitschule in der Hofburg ist das Zuhause der weißen Lipizzanerhengste. Ihre klassische Reitkunst wurde 2015 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Vorführungen finden unter den Kronleuchtern der barocken Winterreitschule von 1735 statt.

Am günstigsten siehst du die Pferde bei der Morgenarbeit. Sie findet dienstags bis freitags um 10 Uhr statt und dauert etwa eine Stunde. Ein Stehplatz kostet 17 bis 18 Euro, ein Sitzplatz bis zu 29 Euro. Die berühmten Sprünge werden beim Training allerdings nur selten gezeigt. Die eigentlichen Vorstellungen finden meist samstags und sonntags um 11 Uhr statt. Die Preise reichen von 33 Euro für einen Stehplatz bis zu 155 Euro für die besten Plätze.

Bei der Führung für 24 Euro besichtigst du die Reithalle und die Stallungen in der Stallburg. Auf der Ticketwebsite der Hofreitschule werden Termine bis zu einem Jahr im Voraus angezeigt. Fotografieren ist nicht erlaubt, und es gibt keine Garderobe.

Buche hier die Führung durch die Spanische Hofreitschule.

5. Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien

Nur wenige Schritte von der Hofreitschule entfernt liegt eine der schönsten Bibliotheken der Welt. Der Prunksaal wurde zwischen 1723 und 1726 als Hofbibliothek für Kaiser Karl VI. gebaut. Der Saal ist fast 80 Meter lang und 20 Meter hoch, die Kuppel ist mit Deckengemälden geschmückt. In den Regalen stehen rund 200.000 Bücher aus den Jahren 1501 bis 1850.

In der Mitte des Saals steht eine Statue des Kaisers, umgeben von vier großen venezianischen Globen. Zu den Büchern gehört die Sammlung von Prinz Eugen von Savoyen mit 15.000 Bänden in rotem, blauem und gelbem Leder. Es ist nur ein Raum, sodass der Besuch nicht lange dauert. Trotzdem gehört er für mich zu den Orten in Wien, die besonders in Erinnerung bleiben.

Der Eintritt kostet 12 Euro, Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren kommen kostenlos hinein. Von Oktober bis Mai ist montags geschlossen. Donnerstags ist ganzjährig bis 21 Uhr geöffnet, und dann ist auch weniger los. Der Eingang liegt am Josefsplatz.

6. Schloss Belvedere

Schloss Belvedere in Wien

Das Belvedere besteht aus zwei Barockschlössern mit einem französischen Garten dazwischen. Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts für den Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen gebaut. Im Oberen Belvedere hängen 24 Gemälde von Gustav Klimt, darunter Der Kuss, vermutlich Österreichs berühmtestes Bild. Im Marmorsaal wurde außerdem 1955 der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet.

Der Eintritt ins Obere Belvedere kostet 23 Euro. Für das Untere Belvedere mit seinen wechselnden Ausstellungen zahlst du 20 Euro. Ein Kombiticket für beide kostet 32 Euro, Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt. Für den Besuch brauchst du ein Zeitfensterticket. Buche daher im Voraus, besonders für Wochenenden und Ferienzeiten.

Wenn du nur Zeit für eines der Schlösser hast, würde ich das Obere Belvedere wählen. Es öffnet täglich von 9 bis 18 Uhr. Die Straßenbahn D fährt von der Ringstraße zur Haltestelle Schloss Belvedere.

Kaufe hier dein Ticket für das Obere Belvedere und Klimts Der Kuss.

7. Kunsthistorisches Museum

Kunsthistorisches Museum am Maria-Theresien-Platz in Wien

Die Kunstsammlung der Kaiserfamilie bekam 1891 ihr eigenes Palais an der Ringstraße. Schon das Gebäude mit seinen Marmortreppen und der Kuppelhalle ist einen Besuch wert. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung von Gemälden Pieter Bruegels des Älteren: zwölf Werke, darunter Der Turmbau zu Babel, Jäger im Schnee und Die Bauernhochzeit.

Im Erdgeschoss liegt die Kunstkammer mit rund 2.200 Objekten aus den Schatzkammern der Habsburger. Ihr bekanntestes Stück ist Benvenuto Cellinis goldenes Salzfass. Wenn du nur ein paar Stunden hast, würde ich mich auf den Bruegel-Saal und die Kunstkammer konzentrieren.

Tickets kosten online 22 Euro und an der Kasse 24 Euro. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren kommen kostenlos hinein. Seit September 2026 lässt das Museum Besucher nur noch mit reserviertem Zeitfenster ein, also kaufe dein Ticket online. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr. Bis zum 4. Januar 2027 ist das Museum an allen Wochentagen geöffnet. Prüfe die Montagsöffnungszeiten, wenn du später reist. Nimm die U3 bis Volkstheater oder die Straßenbahn D bis Burgring.

Kaufe hier ein Ticket für das Kunsthistorische Museum.

8. MuseumsQuartier und Leopold Museum

Innenhof des MuseumsQuartiers in Wien mit Sitzgelegenheiten

Die ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen gegenüber dem Kunsthistorischen Museum gehören heute mit über 50 Einrichtungen zu den größten Kulturarealen der Welt. Die Höfe sind kostenlos und rund um die Uhr zugänglich. In den warmen Monaten liegen die Wiener mit einem Getränk auf den bunten Kunststoffmöbeln. Auch ohne Museumsticket kannst du hier gut eine Pause machen.

Das wichtigste Museum hier ist das Leopold Museum. Es besitzt mit über 220 Werken die weltweit größte Egon-Schiele-Sammlung und zeigt außerdem bedeutende Arbeiten von Gustav Klimt. Der Eintritt kostet 19 Euro. Unter 19-Jährige zahlen 2,50 Euro und kommen hier also nicht kostenlos hinein, wie in den meisten anderen Museen der Stadt. Dienstags ist geschlossen.

Nebenan zeigt das mumok moderne Kunst von Picasso bis Warhol. Der Eintritt kostet 18 Euro, montags ist geschlossen. Ein Kombiticket für beide Museen kostet 33 Euro. Mit der U2 fährst du bis MuseumsQuartier.

Kaufe hier ein Ticket für das Leopold Museum.

9. Albertina

Albertina in Wien

Die Albertina befindet sich im größten Wohnpalais der Habsburger, direkt hinter der Oper. Sie besitzt eine der weltweit größten grafischen Sammlungen mit über einer Million Druckgrafiken und 60.000 Zeichnungen. Albrecht Dürers Feldhase ist das bekannteste Werk. Die Zeichnungen sind lichtempfindlich und werden deshalb nur gelegentlich ausgestellt.

Dauerhaft zu sehen ist die Ausstellung von Monet bis Picasso mit Werken unter anderem von Degas, Cézanne, Matisse und Chagall. Dein Ticket gilt auch für die gelben, grünen und türkisfarbenen Prunkräume, in denen die Erzherzöge lebten.

Der Eintritt kostet 19,90 Euro. Mit dem Kombiticket für 24,90 Euro kannst du außerdem die Albertina Modern am Karlsplatz besuchen. Es gilt ein Jahr, du musst also nicht beide Häuser am selben Tag besichtigen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags bis 21 Uhr. Du brauchst kein Zeitfenster zu reservieren, sparst dir mit einem Onlineticket aber die Warteschlange an der Kasse.

10. Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper und Opernring am Abend

Die Staatsoper von 1869 gehört zu den führenden Opernhäusern der Welt und zeigt pro Saison rund 50 verschiedene Opern und Ballette. Die Spielzeit dauert von September bis Juni. Jeder Platz hat einen kleinen eigenen Bildschirm mit Untertiteln, unter anderem auf Englisch. Eine Kleiderordnung gibt es nicht.

Du musst keine Hunderte Euro ausgeben, um hineinzukommen. Die Oper verkauft 435 Stehplätze für 13 bis 18 Euro, die nur am jeweiligen Vorstellungstag erhältlich sind. Du kannst sie ab 10 Uhr online kaufen oder an der Stehplatzkasse beim Eingang an der Operngasse. Diese öffnet 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Wenn du nur das Gebäude sehen möchtest, dauert die Führung 40 Minuten und kostet 13 Euro. Die Termine wechseln von Tag zu Tag. Tickets werden online verkauft und sind nicht erstattungsfähig. Die Oper liegt an der Station Karlsplatz, an der sich U1, U2 und U4 treffen.

11. Karlskirche

Karlskirche am Karlsplatz in Wien

Die Karlskirche am Karlsplatz ist Wiens schönste Barockkirche. Kaiser Karl VI. versprach ihren Bau während einer Pestepidemie, 1739 wurde sie fertiggestellt. Vor der grünen Kuppel stehen zwei 47 Meter hohe Säulen. Innen bedecken die Kuppelfresken eine Fläche von 1.250 Quadratmetern.

Das Ticket kostet 9,50 Euro und umfasst einen Audioguide, die Schatzkammer, die Orgelempore und die Panoramaterrasse über dem Eingang. Von dort blickst du über die Dächer der Stadt. Kinder unter zehn Jahren haben freien Eintritt. Die Kirche öffnet montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11.45 bis 19.15 Uhr.

Abends werden in der Kirche Vivaldis Vier Jahreszeiten auf historischen Instrumenten gespielt. Das ist eines der beliebtesten klassischen Konzerte für Wien-Besucher, und der Kirchenraum macht es zu einem besonderen Erlebnis.

Buche Tickets für Vivaldis Vier Jahreszeiten in der Karlskirche.

12. Secession und Naschmarkt

Goldene Kuppel der Secession in Wien

Wenige Gehminuten vom Karlsplatz entfernt steht die Secession, das weiße Ausstellungsgebäude mit einer Kuppel aus vergoldeten Lorbeerblättern. Die Künstler dahinter lösten sich 1897 vom etablierten Kunstbetrieb. Im Untergeschoss hängt Gustav Klimts Beethovenfries von 1902, der sich über drei Wände erstreckt. Der Eintritt kostet 13 Euro. Am ersten Mittwoch des Monats ist der Eintritt frei, montags ist geschlossen.

Direkt auf der anderen Straßenseite beginnt der Naschmarkt, der größte Markt der Stadt mit rund 120 Ständen und Lokalen. Du kannst Käse, Oliven, Gewürze und Obst kaufen oder dich in eines der vielen Restaurants setzen. Die Stände öffnen montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr und samstags von 6 bis 18 Uhr. Sonntags sind sie geschlossen.

Samstags findet bei der Station Kettenbrückengasse von 6.30 Uhr bis zum frühen Nachmittag ein Flohmarkt statt. Aus dem alten Parkplatz am Markt sind ein Park und eine neue Markthalle geworden. Der übrige Bereich soll 2027 umgebaut werden, was sich auf den Flohmarkt auswirken kann. Die U4 hält an der Kettenbrückengasse mitten im Geschehen.

Buche eine kulinarische Tour mit Verkostungen auf dem Naschmarkt.

13. Prater und Riesenrad

Riesenrad im Wiener Prater

Das Riesenrad dreht sich seit 1897 im Prater und ist fast 65 Meter hoch. Eine Fahrt in den roten Holzwaggons dauert zwölf bis 15 Minuten und kostet 14,50 Euro. Komm zum Sonnenuntergang und kaufe dein Ticket online, damit du nicht an der Kasse anstehen musst. Die Öffnungszeiten hängen von der Jahreszeit ab.

Rund um das Riesenrad liegt der Vergnügungspark Wurstelprater. Der Eintritt ist rund um die Uhr kostenlos, und du bezahlst für jede Attraktion einzeln, meist 3,50 bis 15 Euro pro Fahrt. Es gibt über 250 Attraktionen, von alten Karussells bis zu modernen Achterbahnen.

Die Saison dauert vom 15. März bis zum 31. Oktober. Im Winter öffnet nur ein Teil der Attraktionen, und im Januar sind die meisten geschlossen. Das Riesenrad fährt dagegen ganzjährig. Dahinter beginnt der grüne Teil des Praters mit einer langen Allee, auf der die Wiener laufen und Rad fahren. Die Station Praterstern an der U1 und U2 liegt direkt am Eingang.

Kaufe dein Ticket für das Riesenrad ohne Anstehen an der Kasse.

14. Hundertwasserhaus und Kunst Haus Wien

Bunte Fassade des Hundertwasserhauses in Wien

Der Künstler Friedensreich Hundertwasser hasste gerade Linien, und das siehst du am Hundertwasserhaus von 1985. Die Fassade ist ein buntes Patchwork, die Böden sind wellig, und auf den Dächern und Balkonen wachsen über 200 Bäume und Sträucher. In dem Wohnhaus leben ganz normale Mieter, deshalb kannst du es nur von außen ansehen.

Gegenüber liegt das Hundertwasser Village, eine kleine Einkaufspassage im gleichen Stil, die du betreten kannst. Plane für beide Orte etwa 20 bis 30 Minuten ein. Die Adresse lautet Kegelgasse 34.

Wenn du seine Gemälde und Architekturmodelle sehen möchtest, erreichst du das Kunst Haus Wien mit dem Museum Hundertwasser in fünf bis zehn Minuten zu Fuß. Der Eintritt kostet 16 Euro, das Museum öffnet täglich von 10 bis 18 Uhr. Die Straßenbahn 1 vom Schwedenplatz und die Straßenbahn O vom Praterstern halten am Radetzkyplatz. Mit der Vienna City Card erhältst du 30 Prozent Rabatt, eine der größten Ermäßigungen der Karte.

Kaufe hier ein Ticket für das Kunst Haus Wien und das Museum Hundertwasser.

15. Ringstraße, Rathaus und Parlament

Wiener Rathaus mit österreichischen Flaggen

Die Ringstraße ist der breite Boulevard, der nach dem Abriss der Stadtmauer in den 1860er-Jahren angelegt wurde. Entlang der Strecke stehen die Oper, die Hofburg, die beiden großen Museen, das Parlament, das Rathaus und das Burgtheater. Am einfachsten siehst du sie bei einer Fahrt mit der Straßenbahn 1 oder 2. Die Linien fahren mit einem normalen Fahrschein an großen Teilen des Rings entlang. Die gelbe touristische Ring Tram fährt nicht mehr.

Das Parlament ist die naheliegende kostenlose Sehenswürdigkeit auf dieser Strecke. Das Besucherzentrum ist kostenlos zugänglich, wenn du einen Lichtbildausweis mitbringst. Auch die Führungen sind kostenlos, müssen aber online gebucht werden. Donnerstags ist bis 21 Uhr geöffnet, sonntags geschlossen.

Im Rathaus finden montags, mittwochs und freitags um 13 Uhr kostenlose Führungen statt. Die Führung ist auf Deutsch, dazu gibt es einen englischen Audioguide. Du musst dich online anmelden. Auf dem Platz davor finden die großen Veranstaltungen der Stadt statt: der Christkindlmarkt vom 13. November bis zum 26. Dezember 2026, der Wiener Eistraum vom 22. Januar bis zum 7. März 2027 und im Sommer ein kostenloses Filmfestival.

Buche eine Hop-on-Hop-off-Bustour durch Wien.

16. Wiens Kaffeehäuser

Traditionelles Kaffeehaus in Wien

Das Kaffeehaus ist das zweite Wohnzimmer der Wiener. Die Kaffeehauskultur wurde 2011 in Österreichs Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dich erwarten Marmortische, Bugholzstühle, Zeitungen in Haltern und Kellner in Schwarz-Weiß. Bei einer einzigen Tasse kannst du so lange sitzen bleiben, wie du möchtest. Bestell eine Melange, die einem Cappuccino ähnelt.

Das bekannteste Haus, das Café Central, ist seit März 2026 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und soll erst im Laufe des Winters wieder öffnen. Das Café Sacher gegenüber der Oper serviert die Original Sachertorte für 11,50 Euro pro Stück. Hier kannst du einen Tisch reservieren und dir so die Warteschlange sparen. Die Hofzuckerbäckerei Demel am Kohlmarkt von 1786 nimmt keine Reservierungen an. Dort musst du anstehen.

Für Kaffeehausatmosphäre ohne Touristenpreise empfehle ich das Café Sperl von 1880. Eine Melange kostet hier 4,90 Euro, die Sachertorte 5,40 Euro, und die Billardtische stehen noch immer im Raum. Zwei weitere Klassiker sind das Café Landtmann am Burgtheater und das Café Hawelka in einer Seitengasse des Grabens. Im Hawelka kommen ab 20 Uhr warme Buchteln aus dem Ofen. Üblich ist es, die Rechnung aufzurunden oder etwa zehn Prozent Trinkgeld zu geben.

Buche eine geführte Tour durch Wiens Kaffeehäuser.

17. Haus der Musik

Das Haus der Musik ist ein interaktives Klangmuseum auf vier Etagen und für mich das beste Museum in Wien für einen Besuch mit Kindern. Du gehst eine Treppe hinauf, die wie ein Klavier spielt, experimentierst mit Klang und Gehör und besuchst Räume über Mozart, Beethoven, Strauss und die anderen großen Komponisten, die in der Stadt lebten.

Im obersten Stock kannst du die Wiener Philharmoniker auf einem großen Bildschirm dirigieren. Das Orchester folgt dabei deinem Tempo. Im Gebäude befindet sich auch das eigene Museum der Wiener Philharmoniker.

Der Eintritt kostet 19 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Kinder unter zwölf Jahren. Ein Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet 39 Euro. Das Museum öffnet täglich von 10 bis 22 Uhr, letzter Einlass ist um 21 Uhr. Es gehört also zu den wenigen Sehenswürdigkeiten, die du dir für einen verregneten Abend aufheben kannst. Es liegt an der Seilerstätte zwischen der Oper und dem Stephansdom.

Kaufe hier ein Ticket für das Haus der Musik.

18. Zentralfriedhof

Wiener Zentralfriedhof

Der Wiener Zentralfriedhof ist riesig: Auf 2,4 Quadratkilometern liegen 330.000 Grabstätten. Wenn du Musik magst, lohnt sich ein Besuch. In der Gruppe 32A liegen Beethoven, Schubert, Brahms sowie Johann Strauss Vater und Sohn nebeneinander. Mozart hat hier ein Denkmal, aber kein Grab. Popstar Falco ist in der Gruppe 40 begraben.

Nimm Tor 2, den Haupteingang. Von dort gehst du geradeaus auf die große Jugendstilkirche von 1910 zu. Die Gräber der Komponisten liegen auf dem Weg dorthin. Am Tor gibt es eine Informationsstelle mit einer Übersicht der Ehrengräber.

Der Eintritt ist kostenlos. Der Friedhof öffnet den größten Teil des Jahres um 7 Uhr und im Winter um 8 Uhr. Je nach Jahreszeit schließt er zwischen 17 und 19 Uhr. Die Straßenbahn 71 fährt von der Ringstraße bei der Oper zur Haltestelle Zentralfriedhof 2. Tor. Die Fahrt dauert 20 bis 30 Minuten. Meide den 1. November, an dem gefühlt die ganze Stadt hierherkommt.

Buche eine Führung zu den berühmten Gräbern auf dem Zentralfriedhof.

19. Kahlenberg und ein Heuriger in Grinzing

Blick vom Kahlenberg über die Weinberge in Wien

Wien hat richtige Weinberge innerhalb seiner Stadtgrenzen. Vom 484 Meter hohen Kahlenberg am Rand des Wienerwalds blickst du über die gesamte Stadt und die Donau, bei klarem Wetter sogar bis zu den Alpen. Der Bus 38A fährt von der U4-Station Heiligenstadt in weniger als einer halben Stunde zum Gipfel.

Von hier kannst du durch die Weinberge nach Nussdorf oder Grinzing hinuntergehen und zum Abschluss bei einem Heurigen einkehren. Das Wort bezeichnet sowohl das Weinlokal als auch den Wein des aktuellen Jahrgangs. Nur Winzer, die ihren eigenen Wein ausschenken, dürfen die Bezeichnung verwenden. Einen traditionellen Heurigen erkennst du am Föhrenbuschen über der Tür und am Schild mit der Aufschrift Ausg’steckt.

Bestell ein Glas Wiener Gemischter Satz. Der städtische Weißwein besteht aus mindestens drei Rebsorten, die im selben Weinberg wachsen und gemeinsam geerntet werden. Das Essen wird traditionell kalt am Buffet angeboten. Zurück fährst du mit der Straßenbahn 38 von Grinzing zum Schottentor oder mit der Straßenbahn D von Nussdorf bis zur Ringstraße. Wenn du keine Zeit für den Ausflug hast, kannst du eine Weinverkostung in einem privaten Weinkeller im Zentrum buchen.

20. Donauturm und Donauinsel

Donauturm im Wiener Donaupark

Der Donauturm ist mit 252 Metern Wiens höchstes Bauwerk. Der Aufzug bringt dich in 35 Sekunden zur Aussichtsplattform auf 150 Metern Höhe. Dort hast du einen Rundumblick. Darüber liegen ein drehbares Café und Restaurant. Für etwas Nervenkitzel kannst du außen am Turm auf einer Rutsche von 165 auf 150 Meter Höhe hinuntersausen.

Das Ticket kostet an der Kasse etwa 19,90 Euro und online 18 Euro. Der Turm öffnet täglich um 10 Uhr, der letzte Aufzug nach oben fährt um 21.45 Uhr. Nimm die U1 bis Alte Donau oder Kaisermühlen-VIC und geh durch den Park, oder fahre mit dem Bus 20A bis zum Eingang. Ein Kombiticket für den Turm und das Riesenrad kostet 27,50 Euro.

Im Sommer kannst du den Besuch mit einer Badepause verbinden. Die Donauinsel ist eine 21 Kilometer lange Insel im Fluss mit kostenlosen Badestränden entlang ihrer Ufer. Auch an der Alten Donau kannst du an mehreren Stellen kostenlos schwimmen und Elektroboote, Tretboote, Kanus oder Kajaks mieten. Beide erreichst du mit der U1.

Kaufe hier ein Ticket für den Donauturm ohne Anstehen.

Praktische Reisetipps für Wien

Nahverkehr: Für U-Bahn, Straßenbahn und Bus gilt derselbe Fahrschein. Ein Einzelticket kostet in der App 3 Euro und auf Papier 3,20 Euro. Ein 24-Stunden-Ticket kostet 9,70 Euro, ein 7-Tage-Ticket in der App 25,20 Euro. Die 48- und 72-Stunden-Tickets wurden zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Bei einem Aufenthalt von drei Tagen oder länger ist das 7-Tage-Ticket daher am günstigsten. Papierfahrscheine musst du vor der Fahrt an den blauen Automaten entwerten. Alle Preise findest du bei den Wiener Linien. Die Anreise habe ich in meinem Guide vom Flughafen Wien ins Zentrum beschrieben.

Vienna City Card und Vienna Pass: Die Vienna City Card kostet 19 Euro für 24 Stunden, 31 Euro für 48 Stunden und 37 Euro für 72 Stunden. Sie ist vor allem ein Nahverkehrsticket mit kleinen Ermäßigungen für Museen. Am ehesten lohnt sie sich, wenn du mit einem Kind unter 15 Jahren unterwegs bist, das kostenlos mitfahren darf. Der Vienna Pass kostet 109 Euro für einen Tag oder 175 Euro für drei Tage und umfasst den Eintritt zu bis zu 90 Sehenswürdigkeiten, aber keinen öffentlichen Nahverkehr. Er lohnt sich nur, wenn du in kurzer Zeit viele kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besuchst. Kaufe hier den Vienna Pass.

Tagesausflüge: Von Wien fährst du mit dem Zug etwa eine Stunde zum Stift Melk im Wachautal. Der Eintritt kostet 16 Euro. Von Ende März bis zum 1. November verkehren Ausflugsschiffe auf der Donau zwischen Melk und Krems. Buche einen Tagesausflug in die Wachau mit Bus und Schiff. Auch die slowakische Hauptstadt Bratislava ist mit dem Zug nur eine Stunde entfernt. Es gibt zwei Abfahrten pro Stunde. Im Sommerhalbjahr bringt dich der Katamaran Twin City Liner in 75 Minuten dorthin. Buche einen geführten Tagesausflug nach Bratislava mit Bus und Schiff.

Schließtage und Zeitfenstertickets: Einen gemeinsamen Ruhetag gibt es nicht. Das Leopold Museum schließt dienstags, das mumok und die Secession montags, der Prunksaal von Oktober bis Mai ebenfalls montags. Für Schönbrunn, das Sisi Museum, das Belvedere und das Kunsthistorische Museum brauchst du ein Ticket für einen festen Zeitpunkt. Geschäfte bleiben sonntags geschlossen, ebenso die Stände auf dem Naschmarkt.

Ortstaxe und Trinkwasser: Hotels erheben eine Ortstaxe. Seit dem 1. Juli 2026 beträgt sie fünf Prozent des Zimmerpreises und soll zum 1. Juli 2027 auf acht Prozent steigen. Das Leitungswasser kommt aus Quellen in den Alpen. Außerdem gibt es in der Stadt 1.800 öffentliche Trinkbrunnen, also nimm eine Flasche mit.

Weihnachten in Wien: Die Weihnachtsmärkte öffnen früh. Die Saison 2026 am Schloss Schönbrunn dauert vom 6. November bis zum 6. Januar, der Christkindlmarkt am Rathausplatz vom 13. November bis zum 26. Dezember.

Übernachten und Weiterreisen: In meinem Guide zum Übernachten in Wien kannst du die Stadtviertel vergleichen. Außerdem kannst du hier nach Hotels in Wien suchen. Von Wien erreichst du die Hauptstädte der Nachbarländer bequem mit dem Zug. Schau daher auch in meine Guides zu den Sehenswürdigkeiten in Prag und den Sehenswürdigkeiten in Budapest.