Lissabon liegt auf Hügeln, die zum Tejo hin abfallen. Genau das macht Spaziergänge hier so schön. Du läufst eine steile Gasse in Alfama hinauf, biegst um eine Ecke und stehst plötzlich an einem Aussichtspunkt mit der ganzen Stadt unter dir. Straßenbahnen, geflieste Fassaden und das Licht über dem Fluss begleiten dich überall.
Hier findest du meine 20 besten Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Lissabon, mit Preisen, Öffnungszeiten und Hinweisen gegen lange Warteschlangen. Die Preise sind in Euro angegeben. Mehrere bekannte Sehenswürdigkeiten waren wegen Renovierung geschlossen, manche sind es noch. Die Einzelheiten stehen beim jeweiligen Ort.
1. Castelo de São Jorge

Die Burg auf einem der höchsten Hügel ist der beste Einstieg, weil du von hier ganz Lissabon überblickst. Von den Mauern schaust du auf Baixa, den Fluss und die Brücke. Auf den Wehrgängen und zwischen den Türmen kannst du in deinem eigenen Tempo herumlaufen.
Erwachsene zahlen 17 Euro, Kinder unter zwölf Jahren kommen kostenlos hinein. Die Burg öffnet täglich von März bis Oktober von 9 bis 21 Uhr, im übrigen Jahr von 9 bis 18 Uhr. Laut Website der Burg ist das kleine Museum auf dem Gelände vorübergehend geschlossen.
Der Aufstieg ist steil. Nimm Bus 737 bis zum Tor oder Straßenbahn 28 bis Miradouro de Santa Luzia und gehe die letzten fünf Minuten. Komm zur Öffnung oder am späten Nachmittag, wenn die Schlange kürzer und das Licht schöner ist.
Buche ein Ticket für das Castelo de São Jorge mit Führung und ohne Anstehen.
2. Alfama und die Kathedrale Sé

Alfama ist Lissabons ältestes Viertel. Hier lohnt es sich besonders, ohne festen Plan herumzulaufen. Die Gassen sind so schmal, dass Wäsche quer darüber hängt. Treppen führen zwischen kleinen Plätzen, Cafés und Fado-Lokalen auf und ab.
Am Rand liegt die Kathedrale Sé de Lisboa. Das Ticket kostet 7 Euro und umfasst den Chor, den Balkon zwischen den Türmen und die Schatzkammer. Touristische Besuche sind montags bis samstags möglich, sonntags ist die Kathedrale für Besichtigungen geschlossen.
Straßenbahn 28 hält direkt davor. Wenn du die Hügel nicht zu Fuß bewältigen möchtest, kannst du eine private Tuk-Tuk-Tour durch Alfama buchen, bei der der Fahrer unterwegs erklärt, was du siehst.
Alfama ist auch ein stimmungsvoller Ort zum Übernachten, sofern Treppen und Kopfsteinpflaster für dich in Ordnung sind. Hier findest du Hotels in Alfama. Zum Vergleich der Viertel lies meinen Guide dazu, wo du in Lissabon übernachten kannst.
3. Straßenbahn 28

Die gelbe Straßenbahn 28 ist Verkehrsmittel und eine der bekanntesten Attraktionen der Stadt zugleich. Ihre Route führt von Martim Moniz über Graça, Alfama, die Kathedrale und Chiado nach Campo de Ourique. So siehst du auf einer Fahrt mehrere historische Viertel.
Beim Fahrer kostet eine Fahrkarte 3,30 Euro. Günstiger ist die aufladbare Navegante-Karte mit 1,90 Euro pro Fahrt. Alternativ kostet ein 24-Stunden-Ticket für Straßenbahn, Bus und Metro 7,25 Euro.
Mittags ist die Bahn oft überfüllt. Steige an der Endhaltestelle Campo de Ourique ein oder fahre frühmorgens, wenn du sitzen möchtest. Behalte Tasche und Handy im Blick: Das dänische Außenministerium warnt vor Taschendieben in Lissabons öffentlichen Verkehrsmitteln.
4. Miradouro de Santa Luzia und Miradouro da Senhora do Monte

Lissabons Aussichtspunkte heißen Miradouros und sind kostenlos. Der Miradouro de Santa Luzia liegt in Alfama direkt an der Straßenbahn 28. Die kleine Terrasse mit blau-weißen Kacheln blickt über die Dächer zum Fluss. Ein Kachelbild zeigt die Praça do Comércio vor dem Erdbeben von 1755.
Der Miradouro da Senhora do Monte liegt höher in Graça, neben einer kleinen Kapelle, die 1147 gegründet wurde. Von hier siehst du Burg, Zentrum und Brücke. Für mich ist das der beste Ort für den Sonnenuntergang in Lissabon.
Nimm Straßenbahn 28 nach Graça und gehe das letzte Stück bergauf. Du kannst auch die neue Standseilbahn Funicular da Graça ab Mouraria nehmen, die nach einer Schließung wieder fährt.
5. Museu do Fado und ein Fado-Abend

Fado ist Lissabons eigene Musik, die du mindestens einmal hören solltest. Im Museu do Fado in Alfama erzählen Aufnahmen, Instrumente und Plakate die Geschichte dieses melancholischen Gesangs. Audioguides gibt es in mehreren Sprachen.
Der Eintritt kostet 5 Euro. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Das Museum liegt am Largo do Chafariz de Dentro, nahe dem Bahnhof Santa Apolónia.
Abends wird in Restaurants in Alfama und Bairro Alto Fado gesungen. Viele Lokale verlangen ein komplettes Abendessen, was teuer werden kann. Eine günstigere Alternative ist, eine Fado-Show mit einem Glas Wein zu buchen.
6. Panteão Nacional und der Flohmarkt Feira da Ladra

Die weiße Kuppel des Panteão Nacional ist von weiten Teilen der Stadt sichtbar. Im Inneren sind einige der bekanntesten Persönlichkeiten Portugals begraben. Von der Terrasse unter der Kuppel blickst du auf Alfama und den Fluss.
Der Eintritt kostet 10 Euro, Kinder unter zwölf Jahren sind kostenlos. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr im Sommer, von Oktober bis März bis 17 Uhr. Montags bleibt es geschlossen.
Direkt davor, auf dem Campo de Santa Clara, findet jeden Dienstag und Samstag der Flohmarkt Feira da Ladra statt. Seine Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert. Du findest alte Kacheln, Schallplatten und auch reichlich Gerümpel. Komm vormittags und nimm die Metro nach Santa Apolónia.
7. Praça do Comércio und Arco da Rua Augusta

Die Praça do Comércio ist der große Platz am Fluss, auf drei Seiten von gelben Arkaden umgeben. In der Kolonialzeit legten hier Schiffe an. Heute ist der Platz ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch Baixa.
Am nördlichen Ende steht der Triumphbogen Arco da Rua Augusta. Für 5 Euro kannst du zwischen 10 und 19 Uhr hinauf. Ein Aufzug übernimmt den größten Teil, danach folgen 74 Stufen. Der Blick auf den Platz und die Fußgängerzone lohnt das Geld.
Hier kaufst du Tickets für den Arco da Rua Augusta. Gehe danach die Rua Augusta hinauf zum Rossio, dem Mittelpunkt der Unterstadt.
8. Convento do Carmo und Elevador de Santa Justa

Der Convento do Carmo ist eine Klosterkirche ohne Dach. Sie stürzte beim Erdbeben von 1755 ein und wurde nie wieder aufgebaut. Ihre gotischen Bögen stehen heute offen unter dem Himmel. Im erhaltenen Teil liegt ein kleines archäologisches Museum.
Der Eintritt kostet 7 Euro. Geöffnet ist montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr, von Mai bis Oktober bis 19 Uhr. Sonntags ist geschlossen. Die nächste Metrostation ist Baixa-Chiado.
Direkt daneben steht der alte Eisenaufzug Elevador de Santa Justa, der Baixa mit Carmo verbindet. Aufzug und Aussichtsplattform sind seit September 2025 geschlossen; ein Wiedereröffnungstermin steht nicht fest. Von der Straße darunter kannst du die Konstruktion weiterhin ansehen und fotografieren.
9. Bairro Alto und Chiado

Chiado ist Lissabons elegantes Einkaufsviertel mit alten Cafés, Theatern und Buchhandlungen. Hier liegt die Livraria Bertrand, eröffnet 1732 und laut Guinness World Records die älteste noch betriebene Buchhandlung der Welt. Wenige Schritte weiter steht vor dem Café A Brasileira von 1905 die Bronzestatue des Dichters Fernando Pessoa.
Bairro Alto oberhalb von Chiado ist tagsüber ruhig. Abends füllen sich die Straßen, wenn die kleinen Bars öffnen und ihre Gäste mit Getränken draußen stehen. Hier gehst du zum Ausgehen hin.
Die alten Standseilbahnen Glória und Bica, die früher nach Bairro Alto fuhren, sind beide seit dem Glória-Unglück im September 2025 außer Betrieb. Nimm stattdessen die Metro nach Baixa-Chiado oder gehe zu Fuß.
Wenn du mehr zur Geschichte hören möchtest, buche einen geführten Spaziergang durch Rossio, Chiado und Alfama. Für eine zentrale Unterkunft kannst du dir auch Hotels in Chiado ansehen.
10. Time Out Market

Der Time Out Market liegt in der alten Markthalle Mercado da Ribeira bei Cais do Sodré. Unter einem Dach findest du 26 Restaurants und acht Bars, darunter Stände bekannter Köche der Stadt. Gegessen wird an langen Gemeinschaftstischen in der Hallenmitte.
Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist sonntags bis mittwochs von 10 bis 24 Uhr, donnerstags bis samstags bis 2 Uhr. Die grüne Metrolinie und Straßenbahn 15 halten an Cais do Sodré.
Am besten eignet sich der Markt zum Mittagessen oder um verschiedene Gerichte zu probieren. Er ist teurer und touristischer als kleine lokale Restaurants. Abends kann die Sitzplatzsuche schwierig sein. Für einen tieferen Einblick in die portugiesische Küche kannst du eine kulinarische Tour mit Wein in einer kleinen Gruppe buchen.
11. Mosteiro dos Jerónimos

Das Kloster in Belém ist Lissabons größte Sehenswürdigkeit und gehört zusammen mit dem Torre de Belém zum UNESCO-Welterbe. Es wurde im 16. Jahrhundert mit Einnahmen aus dem Gewürzhandel gebaut. Der zweistöckige Kreuzgang mit geschnitzten Säulen zählt zu den schönsten Orten Portugals.
Der Eintritt zum Kreuzgang kostet 18 Euro, Kinder unter zwölf Jahren kommen kostenlos hinein. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 9.30 bis 17.30 Uhr, letzter Einlass um 17 Uhr. Montags ist geschlossen. Für die Kirche nebenan gelten eigene Öffnungszeiten.
Die Schlange kann sehr lang sein, und die Kasse schließt eine Stunde vor dem Kloster. Kaufe dein Ticket deshalb vor der Ankunft. Straßenbahn 15 aus dem Zentrum hält direkt davor.
Hier kaufst du Tickets für das Mosteiro dos Jerónimos.
12. Torre de Belém

Der kleine Festungsturm am Fluss ist Lissabons Wahrzeichen. Er war etwa ein Jahr wegen Restaurierung geschlossen und öffnete am 27. Mai 2026 wieder.
Der Eintritt kostet 15 Euro. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 9.30 bis 17.30 Uhr. Besuche finden jetzt in festen Zeitfenstern mit begrenzter Besucherzahl statt. Du musst Tag und Uhrzeit im Voraus buchen.
Im Inneren ist der Turm klein, die Treppe schmal. Bei wenig Zeit oder mit Kindern kannst du ihn gut nur von außen anschauen und am Fluss entlanggehen. Wenn du hinein möchtest, kaufe hier dein Ticket für den Torre de Belém.
13. Padrão dos Descobrimentos und Pastéis de Belém

Zwischen Kloster und Turm steht der Padrão dos Descobrimentos, ein hohes Denkmal für Portugals Entdecker in Form eines Schiffsbugs. Ein Aufzug bringt dich zur Aussichtsplattform. Das Ticket für 10 Euro umfasst auch Ausstellung und Film im unteren Bereich.
Das Denkmal öffnet von März bis September von 10 bis 19 Uhr, im übrigen Jahr bis 18 Uhr. Auf dem Vorplatz liegt eine große Weltkarte aus Marmor, die du von oben am besten erkennst.
Wenn du schon in Belém bist, besuche die Bäckerei Pastéis de Belém. Sie backt seit 1837 kleine Puddingtörtchen nach einem Rezept aus dem Kloster. Geöffnet ist täglich von 8 bis 21 Uhr, im Sommer bis 22 Uhr. Rechne besonders mittags mit einer Schlange.
14. MAAT

Das MAAT ist Lissabons Museum für Kunst, Architektur und Technologie. Der Neubau liegt wie eine weiße Welle am Fluss. Im benachbarten alten Kraftwerk stehen noch Turbinen und Kessel.
Das Ticket kostet für Besucher aus dem Ausland 16 Euro und gilt für beide Gebäude. Geöffnet ist täglich außer dienstags von 10 bis 19 Uhr. Straßenbahn 15 hält direkt davor an der Haltestelle Altinho.
Die Ausstellungen wechseln, also prüfe vor dem Ticketkauf das Programm. Den etwa 20-minütigen Spaziergang am Fluss von hier nach Belém würde ich auf jeden Fall machen. Hier kaufst du Tickets für das MAAT.
15. LX Factory

Die LX Factory ist ein ehemaliges Fabrikgelände in Alcântara direkt unter der Brücke, heute mit Geschäften, Restaurants, Büros und Galerien. Streetart bedeckt die Wände. In einer früheren Druckereihalle steht die Buchhandlung Ler Devagar voller Bücher vom Boden bis zur Decke.
Der Spaziergang über das Gelände ist kostenlos und ein guter Zwischenstopp auf dem Weg nach oder von Belém. Samstags und sonntags von 10 bis 19 Uhr findet auf der Hauptstraße ein Markt mit Kunsthandwerk, Kleidung und Essen statt.
Nimm Straßenbahn 15 bis Calvário. Am besten kommst du zum Mittagessen oder am späten Nachmittag, wenn in den Restaurants am meisten los ist.
16. Ponte 25 de Abril und Cristo Rei

Die rote Hängebrücke Ponte 25 de Abril erinnert an die Golden Gate Bridge und ist von fast überall sichtbar. Auf der anderen Flussseite steht die Christusstatue Cristo Rei mit ausgestreckten Armen und blickt auf Lissabon.
In einem Brückenpfeiler liegt die Pilar 7 Experience. Für 3 Euro kommst du hier bis auf Fahrbahnhöhe. Der Aufzug ist allerdings außer Betrieb, sodass du 372 Stufen steigen musst. Das würde ich nur empfehlen, wenn du gern Treppen gehst.
Zum Cristo Rei nimmst du die Fähre von Cais do Sodré nach Cacilhas und anschließend Bus 3001. Die Überfahrt dauert etwa zehn Minuten und kostet 2 Euro. Prüfe vor der Abfahrt die Öffnungszeiten der Aussichtsplattform.
Am schönsten siehst du die Brücke vom Wasser aus. Buche eine Bootsfahrt auf dem Tejo zum Sonnenuntergang und schaue vom Fluss auf Stadt und Brücke.
17. Oceanário de Lisboa

Das Oceanário de Lisboa ist eines der größten Aquarien Europas und mein bester Tipp für einen Besuch mit Kindern. Es liegt im modernen Stadtteil Parque das Nações. In der Gebäudemitte steht ein riesiges Becken mit Haien, Rochen und einem Mondfisch, das du auf zwei Etagen umrundest.
Der Preis hängt von der Einlasszeit ab. Erwachsene zahlen vormittags 29,90 Euro, mittags 27,70 Euro und nach 16 Uhr 25,50 Euro. Kinder von drei bis zwölf Jahren zahlen ab 15,50 Euro, Kinder unter drei Jahren sind kostenlos.
Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr, letzter Einlass um 19 Uhr. Plane anderthalb bis zwei Stunden ein. Nimm die rote Metrolinie nach Oriente und gehe etwa 15 Minuten. Hier kaufst du Tickets für das Oceanário de Lisboa.
18. Museu Calouste Gulbenkian

Das Gulbenkian-Museum beherbergt eine der besten privaten Kunstsammlungen Europas, zusammengetragen vom Ölmagnaten Calouste Gulbenkian. Du gehst von ägyptischen Figuren und persischen Teppichen zu Rembrandt, Monet und einem ganzen Saal mit Schmuck von René Lalique.
Das Hauptgebäude öffnete am 18. Juli 2026 nach anderthalb Jahren Renovierung wieder. Das Ticket kostet 16 Euro und gilt auch für die moderne Kunstsammlung im Nachbargebäude. Sonntags nach 14 Uhr ist der Eintritt frei.
Das Museum öffnet von 10 bis 18 Uhr, samstags bis 21 Uhr, und schließt dienstags. Der große Garten ist kostenlos und gut für eine Pause. Fahre mit der Metro nach São Sebastião oder Praça de Espanha.
19. Tagesausflug nach Sintra

Sintra ist Lissabons beliebtester Tagesausflug, und der Grund ist schnell klar. In bewaldeten Hügeln stehen bunte Paläste und Gärten dicht beieinander. Der Zug ab Rossio braucht nur etwa 40 Minuten. Mit Guthaben auf der Navegante-Karte kostet eine Fahrt 2,05 Euro.
Am bekanntesten ist der Palácio da Pena, der gelb-rote Märchenpalast auf dem Gipfel. Palast und Park kosten zusammen 20 Euro. Beim Kauf musst du Datum und Uhrzeit auswählen. Du kommst nur zu der aufgedruckten Uhrzeit in den Palast. Bus 434 fährt vom Bahnhof hinauf.
Auch die Quinta da Regaleira mit ihrem berühmten Brunnen und der unterirdischen Wendeltreppe kostet 20 Euro und erfordert ein Ticket mit Zeitfenster. Fahre früh los und beschränke dich auf zwei Orte pro Tag.
Du kannst hier Tickets für den Palácio da Pena kaufen oder einen Tagesausflug nach Sintra, Cabo da Roca und Cascais inklusive Transport buchen. Wenn du die Stadt ohne Tagesgäste erleben möchtest, findest du hier Hotels in Sintra.
20. Tagesausflug nach Cascais

Cascais war ein Fischerdorf und wurde später Badeort der Königsfamilie. Heute ist es Lissabons nächster Strandort. Es gibt kleine Sandstrände mitten im Ort, ein gemütliches Zentrum mit Fischrestaurants und eine Uferpromenade ins benachbarte Estoril.
Der Zug fährt etwa alle 20 Minuten ab Cais do Sodré und braucht 40 Minuten. Die Strecke verläuft an der Küste; setze dich auf der Hinfahrt links. Mit Guthaben auf der Navegante-Karte kostet jede Strecke 2,05 Euro.
Derselbe Zug hält in Belém. Bei wenig Zeit kannst du beides an einem Tag kombinieren. Wenn du lieber am Strand wohnen und nach Lissabon hineinfahren möchtest, findest du hier Hotels in Cascais.
Praktische Reisetipps für Lissabon
Lisboa Card: Die Touristenkarte kostet 31 Euro für 24 Stunden, 51 Euro für 48 Stunden und 62 Euro für 72 Stunden. Sie umfasst freie Fahrt mit Metro, Bus und Straßenbahn sowie Zügen nach Sintra und Cascais. Dazu kommt freier Eintritt unter anderem zum Castelo de São Jorge, Mosteiro dos Jerónimos, Torre de Belém, Padrão dos Descobrimentos und Museu do Fado. Bei zwei oder drei Besuchen an einem Tag rechnet sie sich. Für Kloster und Turm musst du trotzdem eine Uhrzeit reservieren. Hier kaufst du die Lisboa Card.
Verkehr: Kaufe eine aufladbare Navegante-Karte am Metroautomaten. Die Karte kostet 0,50 Euro, eine Fahrt mit Metro, Bus oder Straßenbahn 1,90 Euro und ein 24-Stunden-Ticket 7,25 Euro. Vom Flughafen fährt die rote Metrolinie. Alle Möglichkeiten stehen in meinem Guide vom Flughafen Lissabon ins Zentrum.
Derzeit geschlossen: Das Kachelmuseum Museu Nacional do Azulejo ist wegen Renovierung ohne Wiedereröffnungstermin geschlossen und fehlt deshalb auf dieser Liste. Auch der Elevador de Santa Justa und die drei alten Standseilbahnen Glória, Bica und Lavra sind außer Betrieb.
Ruhetage: Viele staatliche Sehenswürdigkeiten schließen montags, darunter Mosteiro dos Jerónimos, Torre de Belém, Panteão Nacional und Museu do Fado. Gulbenkian und MAAT schließen dienstags.
Touristensteuer: Lissabons Hotels erheben für alle über 13 Jahre eine Touristensteuer von 4 Euro pro Person und Nacht, für höchstens sieben Nächte. Gezahlt wird meist bei Ankunft oder Abreise.
Weiter durch Portugal: Lissabon lässt sich gut mit dem Rest des Landes kombinieren. Für eine Verlängerung nach Norden oder Süden findest du meine Guides dazu, wo du in Porto übernachten kannst und wo du an der Algarve übernachten kannst.