Glasgow ist die größte Stadt Schottlands und fühlt sich ganz anders an als Edinburgh. Hier findest du viktorianische Sandsteinstraßen, Werftgeschichte am Fluss Clyde, die Bauten von Charles Rennie Mackintosh, riesige Wandgemälde und eine Livemusikszene, die zu den besten in Großbritannien gehört. Das Beste daran: Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Glasgow sind kostenlos, weil die Museen der Stadt keinen Eintritt verlangen.
Hier sind die 18 Dinge, die ich mir an deiner Stelle vornehmen würde, von Kelvingrove, der Kathedrale und der Necropolis bis zum West End, Street Art, Fußball, Whisky und Tagesausflügen zum Loch Lomond und nach Edinburgh. Die Preise sind in britischen Pfund angegeben, mit einem ungefähren Euro-Betrag in Klammern. Einige Orte haben an bestimmten Wochentagen geschlossen oder öffnen später, also prüfe die Zeiten, bevor du deinen Plan machst. Ganz unten habe ich die praktischen Tipps zu Subway, Zug und Tickets zusammengestellt.
1. Kelvingrove Art Gallery and Museum

Kelvingrove ist das meistbesuchte Museum Glasgows, und schon das Gebäude aus rotem Sandstein von 1901 ist fast eine Sehenswürdigkeit für sich. Drinnen mischt die Sammlung Kunst und Naturgeschichte auf eine Weise, die Kindern wie Erwachsenen Spaß macht. In einem Saal hängt eine Spitfire unter der Decke, im anderen steht ein Elefant, und in der großen Zentralhalle hängt Sophie Caves Installation mit mehr als 50 schwebenden Köpfen mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken. Das berühmteste Werk ist Salvador Dalís Gemälde Christ of St John of the Cross, und es gibt auch eine ganze Abteilung über Mackintosh und den Glasgow Style.
Der Eintritt ist frei, und das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, freitags und sonntags allerdings erst ab 11 Uhr. Von der Subway-Station Kelvinhall läufst du etwa zehn Minuten.
Komm zum kostenlosen Orgelkonzert in der Zentralhalle, das normalerweise um 13 Uhr und sonntags um 15 Uhr gespielt wird. Mach danach einen Spaziergang durch den Kelvingrove Park, wo du den Blick hinauf zum Turm der Universität hast.
2. Glasgow Cathedral und Necropolis

Glasgow Cathedral ist die einzige mittelalterliche Kathedrale auf dem schottischen Festland, die die Reformation fast unbeschadet überstanden hat. Die gotische Kirche wurde vom 12. bis zum 15. Jahrhundert über dem Grab des Stadtpatrons St Mungo errichtet, und das Grab liegt noch immer in der dunklen Unterkirche mit ihren niedrigen Gewölben. Hinter der Kirche gehst du über die Brücke Bridge of Sighs und den Hügel hinauf zur Necropolis, dem viktorianischen Friedhof mit mehreren tausend Grabmälern, Mausoleen und Obelisken. Ganz oben steht das Denkmal für den Reformator John Knox, und von hier hast du einen der besten Ausblicke über die Stadt.
Der Eintritt in die Kathedrale ist frei, und von April bis September ist sie montags bis samstags von 9.30 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet, im Winter schließt sie um 16 Uhr. Die Necropolis ist kostenlos und täglich tagsüber geöffnet. Gegenüber der Kathedrale steht Provand’s Lordship von 1471, das älteste Haus der Stadt, das ebenfalls kostenlos ist. Vom George Square läufst du etwa eine Viertelstunde über die High Street.
Geh am späten Nachmittag auf die Necropolis, wenn das Licht über die Stadt fällt, und zieh gute Schuhe an, denn die Wege sind steil und können bei Regen rutschig sein.
Hier eine Führung über die Necropolis buchen.
3. Riverside Museum und The Tall Ship

Das Riverside Museum am Fluss Clyde ist Glasgows Verkehrsmuseum, und das Gebäude mit dem gezackten Zinkdach stammt von Zaha Hadid. Das Museum wurde 2011 eröffnet und 2013 zum besten Museum Europas gekürt. Drinnen stehen Straßenbahnen, Dampflokomotiven, alte Busse, Motorräder und Autos aus Schottlands eigenen Autofabriken, und eine Wand ist voller Schiffsmodelle aus den Werften, die Glasgow einst zur Schiffbauhauptstadt der Welt machten. Du kannst auch durch eine nachgebaute Straße aus dem alten Glasgow mit Läden, einem Pub und einer Subway-Station spazieren.
Vor dem Museum liegt The Tall Ship, das Segelschiff Glenlee, das 1896 in Port Glasgow gebaut wurde und mehrmals die Welt umsegelt hat. Du kannst an Bord gehen und dir Laderaum, Kajüten und Kombüse ansehen. Museum und Schiff sind beide kostenlos, und das Museum hat dieselben Öffnungszeiten wie Kelvingrove. Von der Subway-Station Partick läufst du etwa zehn Minuten.
Kombiniere das Riverside Museum am selben Tag mit Kelvingrove, denn die beiden liegen nur 20 Gehminuten auseinander, und vom Museumscafé blickst du direkt auf den Fluss.
4. The Burrell Collection im Pollok Country Park

The Burrell Collection ist eine der größten Kunstsammlungen, die ein einzelner Mann zusammengetragen hat. Der Reeder Sir William Burrell schenkte der Stadt 1944 über 9.000 Objekte, und das Museum steht in einem hellen Gebäude aus Glas und Sandstein mitten im Wald des Pollok Country Park. Hier gibt es chinesische Keramik, mittelalterliche Glasfenster, Wandteppiche, Waffen, antike Funde aus Ägypten und Gemälde unter anderem von Degas und Cézanne. Nach einer langen Renovierung wurde das Museum 2022 wiedereröffnet, und durch die großen Fenster wird der Wald fast zu einem Teil der Ausstellung.
Der Eintritt ist frei, und das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, freitags und sonntags allerdings erst ab 11 Uhr. Der Zug von Glasgow Central nach Pollokshaws West braucht etwa zehn Minuten, und von dort sind es fünf Gehminuten bis zum Parkeingang. Ein kostenloser Elektrobus fährt durch den Park zum Museum.
Plane einen halben Tag ein und geh weiter zum Herrenhaus Pollok House und zu den Weiden mit den langhaarigen Hochlandrindern, die ebenfalls zum Park gehören.
5. George Square und City Chambers

Der George Square ist Glasgows zentraler Platz und ein guter Ausgangspunkt für deinen Stadtrundgang. Auf dem Platz stehen zahlreiche Statuen, unter anderem von Robert Burns, James Watt und Sir Walter Scott, dessen Säule in der Mitte steht, und vor dem Rathaus erinnert ein Denkmal an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die gesamte Ostseite des Platzes nehmen die City Chambers ein, das Rathaus der Stadt von 1888. Die Fassade ist prunkvoll, doch erst drinnen zeigt das Gebäude, wie reich Glasgow in der viktorianischen Zeit war, mit Treppen aus italienischem Marmor, einer Mosaikdecke und einem Bankettsaal mit Wandgemälden.
Über den Platz zu schlendern kostet nichts, und im Rathaus gibt es werktags kostenlose Führungen, meist um 10.30 und 14.30 Uhr. Die Führungen können ausfallen, wenn im Gebäude Sitzungen oder Veranstaltungen stattfinden, also frag am Empfang nach. Die Queen Street Station liegt direkt am Platz, und die Subway-Station Buchanan Street ist nur wenige Minuten entfernt.
Willst du mitten im Geschehen wohnen, liegt das Native Glasgow in einem alten Reedereikontor am St Vincent Place, eine Gehminute vom Platz entfernt.
Hier einen Stadtrundgang durch Glasgows Zentrum buchen.
6. Merchant City und Gallery of Modern Art

Die Merchant City östlich des George Square ist das Viertel, in dem sich die Tabakhändler im 18. Jahrhundert ihre Paläste bauten. Ihr Vermögen stammte von Plantagen in Amerika, die mit Sklaven bewirtschaftet wurden, und Straßennamen wie Virginia Street erinnern bis heute an diesen Handel. Heute sind aus den Lagerhäusern und Banken Restaurants, Cocktailbars und Geschäfte geworden, und am Glasgow Cross steht noch der Tolbooth Steeple von 1626, ein Überbleibsel des alten Rathauses.
Am Rand des Viertels liegt die Gallery of Modern Art, kurz GoMA, im Palast des Tabakhändlers William Cunninghame von 1778 am Royal Exchange Square. Das Museum zeigt wechselnde Ausstellungen moderner Kunst, und der Eintritt ist frei. Davor steht das Reiterstandbild des Herzogs von Wellington, der fast immer einen Verkehrskegel auf dem Kopf trägt. Die Stadt hat schon oft versucht, ihn zu entfernen, aber er taucht jedes Mal wieder auf, und inzwischen ist der Kegel zu einem der Wahrzeichen Glasgows geworden.
Komm am besten abends hierher, wenn sich die Straßen mit den Gästen der Restaurants füllen. Die Merchant City gehört übrigens auch zu den Vierteln, die ich in meinem Guide dazu empfehle, wo du in Glasgow übernachten solltest.
7. City Centre Mural Trail

Glasgow hat einige der größten Wandgemälde Großbritanniens, und die Stadt hat rund 25 davon zu einer kostenlosen Route durch das Zentrum zusammengefasst, dem City Centre Mural Trail. In der High Street nahe der Kathedrale hat der Künstler Smug den heiligen St Mungo als modernen Mann mit einem Rotkehlchen in der Hand gemalt, und in der Mitchell Street hält ein riesiges Mädchen im Werk Honey, I Shrunk the Kids eine Lupe. Der in Glasgow geborene Komiker Billy Connolly hat gleich drei Porträts bekommen, und viele der anderen Werke verstecken sich in Hinterhöfen und Gassen, in die du sonst nie gehen würdest.
Die Route ist kostenlos, und du kannst sie laufen, wann du willst. Die Karte bekommst du bei VisitScotland oder auf der Tourismusseite der Stadt. Plane zwei bis drei Stunden ein, wenn du alles sehen möchtest. Die meisten Wandgemälde liegen zwischen Central Station, Buchanan Street und High Street.
Teil dir die Route auf: Nimm dir den westlichen Teil rund um die Mitchell Street an einem Tag vor und die High Street mit der Kathedrale am nächsten. Für ein Street-Art-Wochenende liegt das günstige Motel One Glasgow an der Central Station, nur wenige Minuten von den ersten Wandgemälden entfernt.
8. Auf Mackintoshs Spuren: The Lighthouse, Willow und Glasgow School of Art

Der Architekt Charles Rennie Mackintosh hat Glasgow um 1900 geprägt, und auf einem kurzen Spaziergang durch das Zentrum kannst du seinen Spuren folgen. The Lighthouse in der Mitchell Lane war sein erster öffentlicher Auftrag, ein Zeitungsgebäude von 1895. Heute ist es Schottlands Zentrum für Design und Architektur mit einer Ausstellung über Mackintosh. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist montags bis samstags von 10.30 bis 17 Uhr und sonntags ab 12 Uhr, und von der Plattform im sechsten Stock blickst du über die ganze Stadt.
In der Sauchiehall Street liegt Mackintosh at the Willow, der Teesalon, den er 1903 für Kate Cranston gestaltet hat. Im Teesalon zu essen kostet keinen Eintritt, die Ausstellung kostet 6,50 Pfund (rund 8 Euro). Etwas weiter den Hügel hinauf in der Renfrew Street steht die Glasgow School of Art, deren Mackintosh-Gebäude 2014 und 2018 durch Brände zerstört wurde. Die Schule arbeitet am Wiederaufbau. Gegenüber liegt das moderne Reid Building der Kunstschule.
Reservier dir rechtzeitig einen Platz im Salon de Luxe im Willow, wenn du den schönsten Raum sehen möchtest, denn er ist nur zu bestimmten Zeiten zugänglich.
9. University of Glasgow und Hunterian Museum

Die University of Glasgow wurde 1451 gegründet und ist eine der ältesten Universitäten der englischsprachigen Welt. Das Hauptgebäude auf dem Hügel Gilmorehill im West End wurde 1870 von George Gilbert Scott entworfen, und mit seinem Turm, den beiden Innenhöfen und den gewölbten Säulengängen unter dem Gebäude wirkt es wie aus Harry Potter. Durch die Säulengänge darfst du kostenlos gehen, und sie gehören zu den meistfotografierten Orten der Stadt.
Im Hauptgebäude befindet sich das Hunterian Museum, Schottlands ältestes öffentliches Museum, mit Fossilien, Münzen, römischen Funden vom Antoninuswall und den Sammlungen des Arztes William Hunter. Der Eintritt ist frei, und das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Auf der anderen Seite der University Avenue liegt die Hunterian Art Gallery mit Gemälden von James McNeill Whistler und The Mackintosh House, in dem Mackintoshs eigenes Zuhause originalgetreu nachgebaut ist. Dafür brauchst du ein Ticket. Die Subway-Station Hillhead ist zehn Gehminuten entfernt.
Beachte, dass das Museum montags geschlossen ist. Spazier danach durch den Kelvingrove Park hinunter, dann stehst du direkt vor der Kelvingrove Art Gallery.
10. Ashton Lane und Byres Road

Die Ashton Lane ist eine kleine Kopfsteinpflastergasse direkt hinter der Hillhead Station im West End, und hier treffen sich Studierende und Einheimische abends auf ein Bier. Über der Gasse hängen Lichterketten, und in den alten Stallgebäuden stecken Pubs, Restaurants, ein kleines Kino und das Ubiquitous Chip, das seit 1971 schottische Küche serviert. Gleich daneben verläuft die Byres Road, die Hauptstraße des West End mit Cafés, Feinkostläden, Vintage-Shops und Buchhandlungen. Von ihr zweigen weitere kleine Gassen ab, etwa die Ruthven Lane mit Secondhandläden und Lokalen.
Das Bummeln kostet nichts, und die meisten Bars haben bis Mitternacht oder länger geöffnet. Die Subway-Station Hillhead liegt an der Byres Road, und vom Zentrum aus bist du in etwa zehn Minuten dort.
Komm an einem Freitag- oder Samstagabend, wenn du die Gasse erleben willst, wenn am meisten los ist. Möchtest du dich mit einem Guide durch das Viertel probieren, kannst du eine Food-Tour mit Haggis, Whisky und Cranachan machen.
Hier eine Food-Tour im West End buchen.
11. Botanic Gardens und Kibble Palace

Die Glasgow Botanic Gardens am Ende der Byres Road sind die grüne Oase des West End mit Rasenflächen, Blumenbeeten, einem Arboretum und Wegen hinunter zum Fluss Kelvin. Der Garten wurde 1817 angelegt, und am bekanntesten ist der Kibble Palace, ein großes Gewächshaus aus weiß gestrichenem Eisen und Glas. Ursprünglich stand es im Garten des Geschäftsmanns John Kibble am Loch Long und wurde 1873 hierher gebracht und wieder aufgebaut. Drinnen wachsen Baumfarne aus Australien und Neuseeland, zwischen den Palmen stehen Marmorstatuen, und in den übrigen Gewächshäusern findest du Orchideen, Kakteen und tropische Pflanzen.
Der Eintritt ist frei. Der Garten öffnet um 7 Uhr und schließt bei Einbruch der Dämmerung, die Gewächshäuser haben kürzere Öffnungszeiten von 10 Uhr bis zum späten Nachmittag. Die Subway-Station Hillhead ist fünf Gehminuten entfernt.
Heb dir den Kibble Palace für einen Regentag auf, dann ist es besonders angenehm, im Warmen unter dem Glasdach herumzuschlendern. Wenn du in einem der schönsten Hotels der Stadt ganz in der Nähe des Gartens wohnen möchtest, liegt das One Devonshire Gardens a Hotel Du Vin in einer Reihe viktorianischer Reihenhäuser, eine Viertelstunde zu Fuß die Great Western Road entlang.
12. Glasgow Green und People’s Palace

Glasgow Green am Fluss Clyde ist der älteste Park der Stadt, und das Gelände dient den Glaswegians schon seit dem 15. Jahrhundert als gemeinsame Grünfläche. Hier steht der Doulton Fountain von 1888, der größte Terrakottabrunnen der Welt, mit Königin Victoria an der Spitze und Figuren aus dem gesamten Britischen Empire darunter. Hinter dem Brunnen liegen der People’s Palace, das Stadtmuseum über das Leben der einfachen Leute in Glasgow, und das Gewächshaus Winter Gardens. Etwas weiter entfernt steht das Templeton Building, eine ehemalige Teppichfabrik, die als Kopie des Dogenpalastes in Venedig gebaut wurde und heute eine Brauerei mit Biergarten beherbergt.
Der Park ist kostenlos und rund um die Uhr geöffnet. Der People’s Palace und die Winter Gardens sind wegen einer großen Renovierung für längere Zeit geschlossen, schau also auf der Seite von Glasgow Life nach, bevor du fest mit einem Besuch drinnen rechnest. Von der Merchant City läufst du in etwa zehn Minuten zum Park hinunter.
Verbinde den Besuch mit dem Barras Market direkt nördlich des Parks und lass den Tag mit einem Bier in der Brauerei im Templeton Building ausklingen.
13. Barras Market und Barrowland
The Barras an der Gallowgate im East End ist Glasgows alter Flohmarkt, den Margaret und James McIver in den 1920er-Jahren mit der Vermietung von Handkarren begründet haben. Hier gibt es Stände mit Gebrauchtwaren, Werkzeug, Schallplatten, Kleidung, alten Schildern und allem Möglichen, und mehrere der alten Markthallen wurden inzwischen zu Streetfood-Küchen, Bars und kleinen Designläden umgebaut. Schick und poliert ist es hier nicht, und viele Stände verkaufen vor allem billigen Krimskrams, aber der Markt zeigt ein ehrliches Bild der alten Arbeiterstadt. Über dem Markt leuchtet das Neonschild des Barrowland Ballroom, eines der beliebtesten Konzertsäle Großbritanniens, in dem von lokalen Bands bis zu Weltstars schon alle gespielt haben.
Der Markt ist samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, und das Herumschlendern kostet nichts. Vom Glasgow Cross bist du in fünf Minuten zu Fuß dort.
Nimm Bargeld für die kleinen Stände mit, und wirf einen Blick ins Konzertprogramm des Barrowland, falls du abends in der Stadt bist.
14. Clydeside Distillery
Für eine Whiskybrennerei musst du nicht extra in die Highlands fahren. Die Clydeside Distillery liegt im alten Pumpenhaus am Queen’s Dock von 1877, das früher die Drehbrücke des Hafens steuerte, und sie war die erste Single-Malt-Brennerei in Glasgow seit mehr als hundert Jahren. Bei der Führung erfährst du einiges über die Werften und den alten Hafen, siehst die Kupferbrennblasen und die Gärbottiche im gläsernen Raum mit Blick auf den Fluss und probierst zum Schluss drei verschiedene Whiskys.
Die normale Führung dauert etwa eine Stunde und kostet 19,50 Pfund (rund 23 Euro), die Tour mit Whisky und Schokolade kostet 39 Pfund (rund 45 Euro). Die Brennerei liegt an der Stobcross Road zwischen dem SEC und dem Riverside Museum, und von der Exhibition Centre Station läufst du etwa zehn Minuten.
Buche fürs Wochenende rechtzeitig, denn die Gruppen sind klein und oft ausverkauft. Wenn du eine klassische Brennerei im Highland-Stil sehen willst: Glengoyne liegt eine halbe Autostunde nördlich der Stadt.
Hier kannst du die Führung mit Whiskyverkostung in der Clydeside Distillery buchen.
15. Fußball im Celtic Park und im Ibrox
Fußball spielt in Glasgow eine riesige Rolle, und die Rivalität zwischen Celtic und Rangers, auch Old Firm genannt, gehört zu den berühmtesten der Welt. Der Celtic Park in Parkhead im East End ist mit rund 60.000 Plätzen das größte Vereinsstadion Schottlands. Bei der Stadionführung siehst du die Kabine, läufst durch den Spielertunnel hinaus und hörst vom Europapokalsieg des Klubs 1967. Das Ibrox in Govan südlich des Flusses ist die Heimat der Rangers, und die Haupttribüne mit der roten Backsteinfassade entwarf Archibald Leitch 1928. Hier führt dich die Tour in den Trophäenraum, in die Kabine und auf die Trainerbank.
Die Führung im Celtic Park kostet etwa 17 bis 18 Pfund (rund 20 Euro), die Tour im Ibrox beginnt bei etwa 27 Pfund (rund 30 Euro). Zum Celtic Park fährst du mit dem Zug bis Dalmarnock und läufst dann etwa zehn Minuten, das Ibrox hat eine eigene Subway-Station.
An Spieltagen finden keine Führungen statt, schau also vor dem Buchen in den Spielplan. Tickets für die Spiele selbst bekommt man ohne Mitgliedschaft nur schwer, deshalb ist die Stadionführung oft die einfachste Lösung.
Hier kannst du die Stadionführung im Ibrox buchen oder hier die Stadionführung mit Abendessen im Celtic Park.
16. Konzert in der OVO Hydro und im SEC

Glasgow ist eine der besten Konzertstädte Großbritanniens, und die großen Namen treten in der OVO Hydro am Fluss Clyde auf. Die runde Arena wurde 2013 eröffnet, fasst bis zu 14.000 Zuschauer und gehört zu den meistbespielten Konzertarenen der Welt. Direkt daneben liegen das Clyde Auditorium, das die Einheimischen wegen seines schuppenförmigen Dachs The Armadillo nennen, und der alte Riesenkran Finnieston Crane, der an die Zeit erinnert, als hier Lokomotiven auf die Schiffe gehoben wurden. Zusammen bilden sie das SEC, das große Konzert- und Messegelände der Stadt.
Die Ticketpreise hängen ganz vom Konzert ab. Die Exhibition Centre Station liegt direkt am Gelände, und der Zug ab Glasgow Central braucht nur wenige Minuten. Vor dem Konzert kannst du in Finnieston essen gehen, wo die Argyle Street einige der besten Restaurants und Bars der Stadt hat.
Buche dein Hotel früh, denn bei großen Konzerten steigen die Preise. Willst du nach den Zugaben zu Fuß zurück, liegt das Radisson RED Glasgow am Finnieston Quay mit Rooftop-Bar und Blick auf die Hydro.
17. Tagesausflug zum Loch Lomond

Weniger als eine Stunde von Glasgow entfernt liegt Loch Lomond, gemessen an der Oberfläche der größte See Großbritanniens, umgeben von Bergen und kleinen Inseln. Der See gehört zum Loch Lomond and The Trossachs National Park, dem ersten Nationalpark Schottlands. In Balloch am Südende kannst du eine Bootsfahrt auf dem See machen oder am Ufer bei Loch Lomond Shores spazieren gehen. Das Dorf Luss am Westufer hat kleine Steinhäuser und einen Strand, und von Balmaha auf der Ostseite steigst du auf den Hügel Conic Hill mit einer der schönsten Aussichten über den See.
Der Zug ab Glasgow Queen Street fährt in weniger als einer Stunde nach Balloch, und die Boote legen am Anleger nahe dem Bahnhof ab. Möchtest du in deinem eigenen Tempo nach Luss und weiter Richtung Highlands fahren, ist es am einfachsten, in Glasgow ein Auto zu mieten.
Hat dich die Landschaft gepackt, lies meinen Guide dazu, wo du in den schottischen Highlands übernachten solltest, und meinen Guide dazu, wo du auf der Isle of Skye übernachten solltest.
Hier kannst du einen Tagesausflug zum Loch Lomond, in die Trossachs und zum Stirling Castle buchen.
18. Tagesausflug nach Edinburgh

Edinburgh liegt nur rund 70 Kilometer östlich, und die schottische Hauptstadt ist der naheliegende Tagesausflug von Glasgow aus. Die Stadt ist kleiner und klassischer schön, mit der Burg auf dem Felsen, der Royal Mile hinunter durch die Old Town, den Straßen der New Town und dem Blick vom Calton Hill. Viele Reisende verbinden die beiden Städte auf einer Reise, weil sie sich so gut ergänzen: Glasgow mit Musik, Museen und Werftgeschichte und Edinburgh mit der Burg und den mittelalterlichen Gassen.
Die Züge von Glasgow Queen Street nach Edinburgh Waverley fahren mehrmals pro Stunde, und die Fahrt dauert etwa 50 Minuten. Waverley liegt genau zwischen Old Town und New Town, sodass du direkt zur Burg hinauflaufen kannst. Die besten Sehenswürdigkeiten in Edinburgh habe ich in einem eigenen Guide zusammengestellt.
Kauf dir ein normales Rückfahrticket außerhalb der Stoßzeiten, dann bist du nicht an einen bestimmten Zug gebunden. Möchtest du lieber ein paar Nächte bleiben, lies meinen Guide dazu, wo du in Edinburgh übernachten solltest.
Praktische Reisetipps für Glasgow
Das Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, und ins West End, nach Riverside und nach Ibrox nimmst du die Subway. Sie wurde 1896 eröffnet und ist eine der ältesten U-Bahnen der Welt. Sie fährt mit 15 Stationen im Kreis um das Zentrum, und die Einheimischen nennen sie wegen der orangefarbenen Züge Clockwork Orange. Eine Einzelfahrt kostet mit kontaktloser Zahlung 1,80 Pfund (rund 2,15 Euro), ein Tagesticket 3,40 Pfund (rund 4 Euro). Zur Burrell Collection, zum Loch Lomond und nach Edinburgh fährst du mit dem Zug ab Glasgow Central oder Queen Street.
Die Hotelpreise steigen, wenn große Konzerte im Hydro oder Heimspiele anstehen, also buch rechtzeitig. Für den ersten Besuch empfehle ich, im City Centre, in der Merchant City oder im West End zu wohnen, und in meinem Guide dazu, wo man in Glasgow übernachten sollte, habe ich die Viertel verglichen. Du kannst auch alle Hotels in Glasgow auf Booking.com ansehen. Fliegst du nach Edinburgh, findest du die Möglichkeiten in meinem Guide zum Transfer vom Flughafen Edinburgh ins Zentrum, und von dort geht es mit Zug oder Bus weiter nach Glasgow.
In Glasgow regnet es oft, also pack einen Regenschirm und eine wasserdichte Jacke ein und heb dir die Museen für die nassen Tage auf. Von Mai bis September sind die Tage am längsten, während das Zentrum im Dezember mit Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsmarkt geschmückt ist. Plane nach Wochentagen, denn das Hunterian Museum ist montags geschlossen, die Barras haben nur am Wochenende geöffnet, und die städtischen Museen öffnen freitags und sonntags erst um 11 Uhr. Willst du dir am ersten Tag einen Überblick verschaffen, fahren die Sightseeingbusse die meisten Orte in diesem Guide an.
Hier kannst du ein Ticket für den Hop-on-Hop-off-Bus in Glasgow buchen.