Porto liegt an den steilen Hängen am Fluss Douro im Norden Portugals, und die Stadt ist kleiner und entspannter als Lissabon. Von den Kais in Ribeira blickst du hinüber zu den Portweinkellern in Vila Nova de Gaia, und die große Eisenbrücke Dom Luís I verbindet die beiden Seiten. Die Altstadt mit den gefliesten Kirchen, den engen Gassen und den vielen Treppen gehört zum UNESCO-Welterbe, und das meiste liegt in Gehweite.
Hier findest du meine 17 besten Tipps für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Porto, mit Preisen, Öffnungszeiten und Hinweisen, was du vorab buchen solltest. Alle Preise sind in Euro angegeben. Die Stadt ist sehr hügelig, also zieh gute Schuhe an, und denk daran, dass der Mercado do Bolhão sonntags geschlossen ist. In den letzten beiden Abschnitten geht es um Tagesausflüge ins Douro-Tal und nach Guimarães und Braga.
1. Ribeira und Cais da Ribeira

Ribeira ist das alte Viertel unten am Fluss und wohl der meistfotografierte Ort in Porto. Die schmalen, bunten Häuser stehen dicht an dicht am Kai Cais da Ribeira, und dahinter klettern die Gassen den Hang hinauf zur Kathedrale. Das Viertel gehört zum UNESCO-Welterbe Historic Centre of Oporto, zu dem auch die Brücke Dom Luís I und das Kloster Serra do Pilar auf der anderen Seite des Flusses gehören.
Ein Spaziergang hier kostet nichts, und genau darum geht es. Geh den Cais da Ribeira entlang bis zum Platz Praça da Ribeira und bieg in die Straßen hinter dem Kai ein, wo du kleine Lokale und Bars findest. Die Restaurants direkt am Wasser sind teuer und oft mittelmäßig, deshalb finde ich, du solltest zum Essen ein oder zwei Straßen weiter hineingehen. Abends kannst du auf kleinen Bühnen im Viertel Fado hören, den melancholischen portugiesischen Gesang.
Mein Tipp ist, früh am Morgen zu kommen, bevor die Tagesbesucher und die Schlangen für die Boote den Kai füllen, oder spät am Abend, wenn die Häuser auf der Seite von Gaia beleuchtet sind. Ribeira ist auch das erste Viertel in meinem Guide dazu, wo du in Porto übernachten solltest, und du kannst dir hier Hotels in Ribeira ansehen.
Buche ein Fadokonzert mit Portwein in der Nähe von Ribeira.
2. Brücke Dom Luís I

Die Brücke Dom Luís I ist das Wahrzeichen von Porto. Sie wurde von dem Ingenieur Théophile Seyrig entworfen, der mit Gustave Eiffel zusammengearbeitet hatte, und am 31. Oktober 1886 eröffnet. Die Brücke ist 395 Meter lang und hat zwei Fahrbahnen aus Eisen, die übereinander liegen.
Auf der oberen Ebene fährt die Metrolinie D, und neben den Gleisen gibt es einen Gehweg, sodass du zu Fuß hinübergehen kannst. Der Blick hinunter auf Ribeira, den Fluss und die Dächer der Altstadt ist einer der besten der Stadt, und er ist kostenlos. Die untere Ebene verbindet den Kai in Ribeira direkt mit dem Cais de Gaia, und das ist der einfachste Weg hinüber zu den Portweinkellern.
Auf der Seite von Gaia liegt der Park Jardim do Morro und direkt darüber das Kloster Serra do Pilar mit der runden Kirche. Von hier siehst du ganz Porto auf der anderen Seite des Flusses, und bei Sonnenuntergang sitzen viele Leute im Gras. Mein Tipp ist, am späten Nachmittag über die obere Ebene nach Gaia zu gehen, den Sonnenuntergang vom Jardim do Morro aus anzusehen und danach zum Kai hinunterzugehen. Der Weg nach unten ist steil, aber du kannst auch mit der Seilbahn Teleférico de Gaia zum Fluss hinunterfahren. Bleib auf der Brücke auf dem Gehweg, denn die Metro fährt dicht vorbei.
3. Portweinkeller in Vila Nova de Gaia

Portwein wird im Douro-Tal hergestellt, aber seit mehreren hundert Jahren wird der Wein den Fluss hinunter verschifft und in den Kellern in Vila Nova de Gaia gegenüber von Porto gelagert. Hier liegen die alten Portweinhäuser Seite an Seite, und bei den meisten steht der Name in großen Buchstaben auf dem Dach. Viele davon kannst du bei einer Führung mit Verkostung besuchen, unter anderem Taylor’s, Graham’s, Sandeman, Cálem und Cockburn’s.
Eine Führung dauert meist eine Stunde oder etwas länger. Du siehst die großen Eichenfässer, erfährst, wie Portwein hergestellt wird, und probierst zum Schluss zwei oder drei verschiedene Sorten. Der Preis hängt vom Haus ab und davon, wie edel die Weine sind, die du probierst, und liegt meist bei etwa 20 bis 40 Euro. Buche am besten im Voraus, vor allem am Wochenende und im Sommer, denn die beliebten Uhrzeiten sind schnell ausverkauft.
Taylor’s und Graham’s liegen ein Stück den Hügel hinauf mit schönem Blick über den Fluss, während Sandeman und Cálem direkt am Kai liegen. Mein Tipp ist, eine ausführliche Führung zu machen und danach in einer der Bars der Häuser ohne Führung weiterzuprobieren. Der Cais de Gaia ist auch in meinem Guide zu den Vierteln in Porto dabei, und willst du auf dieser Seite des Flusses mit Blick auf die Stadt wohnen, kannst du dir hier Hotels in Vila Nova de Gaia ansehen.
Buche ein Ticket für den Portweinkeller von Taylor’s mit Verkostung.
4. Bootsfahrt unter den sechs Brücken

Von den Kais in Ribeira und in Gaia fahren die Boote zu den klassischen Touren unter den sechs Brücken von Porto ab. Viele davon sind wie die alten Rabelo-Boote gebaut, die früher die Portweinfässer aus dem Douro-Tal den Fluss hinunter transportierten. Die Fahrt geht flussaufwärts unter der Brücke Dom Luís I, der Infante-Brücke und der alten Eisenbahnbrücke Maria Pia hindurch, die Eiffels Firma baute, und kehrt dann Richtung Arrábida-Brücke näher am Meer um.
Eine normale Fahrt dauert etwa 50 Minuten und kostet rund 15 bis 20 Euro. Die Boote fahren den ganzen Tag, und du kannst das Ticket bei den Booten am Kai kaufen, aber im Sommer sind die Schlangen lang. Kleinere Boote mit weniger Passagieren und einem Glas Portwein an Bord kosten mehr, und einige davon fahren auch zum Sonnenuntergang.
Ich finde, die Fahrt ist eine gute Möglichkeit, die Stadt vom Wasser aus zu sehen, aber erwarte auf den großen Booten keine lange Führung. Mein Tipp ist, eine Fahrt am späten Nachmittag zu wählen, wenn das Licht auf die Häuser in Ribeira fällt, und dich auf die Seite des Bootes zu setzen, die auf der Rückfahrt zu Porto zeigt.
Buche eine Bootsfahrt unter den Brücken mit Portwein und Option zum Sonnenuntergang.
5. Livraria Lello

Die Livraria Lello in der Rua das Carmelitas ist eine der bekanntesten Buchhandlungen der Welt. Der Laden zog 1906 in das heutige Gebäude, und innen gibt es geschnitzte Holzvertäfelungen, eine Decke aus farbigem Glas und die geschwungene rote Treppe, die alle fotografieren wollen. Viele verbinden den Ort mit Harry Potter, weil J.K. Rowling eine Zeit lang in Porto lebte, aber sie hat selbst gesagt, dass sie nie in dem Laden war.
Du brauchst ein Ticket, um hineinzukommen, und das Ticket funktioniert wie ein Gutschein, sodass der Wert abgezogen wird, wenn du ein Buch kaufst. Das Standardticket kostet etwa 10 Euro, und Kinder bis einschließlich drei Jahre kommen kostenlos hinein. Der Laden ist täglich von 9 bis 19:30 Uhr geöffnet, bleibt aber am 1. Januar, am Ostersonntag, am 1. Mai, am 24. Juni und am 25. Dezember geschlossen. Das Ticket gilt bis zu 60 Minuten nach der gebuchten Uhrzeit, und kaufst du es in der Schlange, kannst du nur mit Karte zahlen.
Ich muss ehrlich sein. Der Laden ist klein, er ist voller Menschen, und der Besuch selbst dauert selten länger als eine Viertelstunde. Mein Tipp ist, die erste Uhrzeit am Morgen zu buchen und ein Buch zu finden, das du ohnehin gern haben möchtest, damit das Ticket nicht verschwendet ist. Die Kirchen Igreja do Carmo und Igreja dos Carmelitas liegen nur wenige Schritte entfernt, und die Carmo-Kirche hat eine große geflieste Fassade zur Straße hin.
Buche einen Stadtrundgang mit Livraria Lello, Bootsfahrt und Seilbahn.
6. Torre dos Clérigos

Der Torre dos Clérigos ist der hohe barocke Glockenturm, den du von fast überall in Porto sehen kannst. Die Kirche wurde von dem italienischen Architekten Nicolau Nasoni entworfen, und der Turm prägt laut der Website von Clérigos seit 1763 die Silhouette der Stadt. Er ist etwa 75 Meter hoch, und du steigst 225 Stufen eine enge Wendeltreppe hinauf bis zur Spitze, wo du über die ganze Stadt und den Fluss blickst.
Das Tagesticket kostet 10 Euro und gilt für den Turm und das Museum. Studierende zahlen 7 Euro, und Kinder bis 10 Jahre kommen kostenlos hinein. Geöffnet ist täglich von 9 bis 19 Uhr, letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließung, und rund um Weihnachten und Neujahr sind die Öffnungszeiten an einzelnen Tagen kürzer. Zu Ostern, im Sommer und in der Weihnachtszeit ist außerdem abends von 19 bis 23 Uhr geöffnet, und dann kostet der Turm 5 Euro. Mit der Porto Card bekommst du das Tagesticket zum halben Preis.
Die Treppe ist eng, und mitten am Tag kann es sowohl nach oben als auch nach unten eine Schlange geben. Mein Tipp ist, direkt nach der Öffnung zu kommen oder den späten Besuch zu wählen, wenn während deines Aufenthalts abends geöffnet ist. Der Turm liegt ein paar Gehminuten von der Livraria Lello entfernt, sodass die beiden gut zusammenpassen.
Buche ein Ticket für den Torre dos Clérigos.
7. Bahnhof São Bento

Der Bahnhof São Bento liegt mitten in der Baixa und ist wohl der schönste Bahnhof, den du je sehen wirst. In der großen Eingangshalle sind die Wände mit etwa 22.000 blauen und weißen Fliesen, den Azulejos, des Künstlers Jorge Colaço bedeckt. Sie zeigen wichtige Momente der portugiesischen Geschichte, unter anderem König João I und Königin Filipa von Lancaster und die Eroberung von Ceuta. Der erste Zug fuhr 1896 in den Bahnhof ein, aber offiziell eingeweiht wurde er erst am 5. Oktober 1916.
Der Eintritt ist frei, und du gehst einfach vom Platz Praça de Almeida Garrett hinein. Der Bahnhof ist noch in Betrieb, und von hier fahren die Regionalzüge unter anderem ins Douro-Tal, nach Guimarães und nach Braga, sodass du wahrscheinlich noch einmal vorbeikommst, wenn du einen Tagesausflug machst. Die Metrostation São Bento der Linie D liegt direkt daneben.
Mein Tipp ist, dich mitten in die Halle zu stellen und nach oben zu schauen, denn die oberste Reihe farbiger Fliesen wird oft übersehen. Komm früh oder spät am Tag, wenn weniger Reisegruppen da sind. Die Baixa rund um São Bento und die Avenida dos Aliados ist ein guter Ort zum Wohnen mit kurzen Wegen zum Großteil der Stadt, und du kannst dir hier Hotels in der Baixa ansehen.
8. Palácio da Bolsa

Der Palácio da Bolsa ist das alte Börsengebäude von Porto und liegt am Platz Praça do Infante D. Henrique im unteren Teil der Altstadt. Er wurde im 19. Jahrhundert von der Handelsvereinigung der Stadt gebaut, und die Handelskammer hat noch immer ihren Sitz in dem Gebäude. Von außen wirkt es recht unscheinbar, aber innen gehört es zum Schönsten der Stadt.
Erster Halt ist der Pátio das Nações, die große Halle mit der Glaskuppel, die von 20 Wappen umgeben ist. Die Führung endet im Salão Árabe, dem Arabischen Saal, der von der Alhambra in Granada inspiriert ist und von 1862 bis 1880 gebaut wurde. Der Saal ist noch immer der wichtigste Saal von Porto für offizielle Anlässe und wird auch für Konzerte genutzt.
Du kannst das Gebäude nur bei einer verpflichtenden Führung von 30 Minuten besichtigen. Sie kostet 14 Euro, Studierende und Senioren zahlen 9,50 Euro, und Kinder bis 12 Jahre kommen in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos hinein. Die Führungen finden von 9 bis 18:30 Uhr in mehreren Sprachen statt, und die Führungen auf Englisch sind schnell ausgebucht. Mein Tipp ist, ein Ticket für eine bestimmte Führung zu kaufen, wenn du morgens kommst, und die Wartezeit in der Igreja de São Francisco direkt nebenan zu verbringen.
9. Igreja de São Francisco

Von außen sieht die Igreja de São Francisco wie eine ganz gewöhnliche gotische Kirche aus, aber innen ist fast jede einzelne Fläche mit vergoldeten Holzschnitzereien bedeckt. Es ist der prunkvollste Kirchenraum in Porto, und laut dem Touristenbüro der Stadt nannte der polnische Graf Raczyński sie die Kirche aus Gold. Achte besonders auf die Wurzel Jesse, einen geschnitzten Stammbaum der Vorfahren Jesu.
Das Ticket kostet 9 Euro für Erwachsene und 6,50 Euro für Studierende, und zum Besuch gehören auch die Katakomben, in denen die Mitglieder des Ordens begraben wurden. Die Kirche ist von März bis Oktober täglich von 9 bis 20 Uhr und von November bis Februar von 9 bis 18 Uhr geöffnet, aber die Zeiten können sich ändern, also prüf sie, bevor du hingehst.
In der Kirche selbst ist Fotografieren nicht erlaubt, hier musst du dich also mit dem Schauen begnügen. Mein Tipp ist, den Besuch mit dem Palácio da Bolsa direkt nebenan zu verbinden und beides am Vormittag zu machen, bevor du nach Ribeira hinuntergehst. Zusammen dauern die beiden Orte ein paar Stunden.
10. Sé do Porto

Die Kathedrale Sé do Porto liegt hoch auf dem Hügel über Ribeira, und mit ihren zwei eckigen Türmen sieht sie eher wie eine Burg als wie eine Kirche aus. Sie hat einen romanischen Kern aus dem 12. und 13. Jahrhundert, wurde aber viele Male umgebaut, sodass du auch Gotik und Barock siehst. Der Platz Terreiro da Sé vor der Kirche ist einer der besten Aussichtspunkte über die Dächer der Altstadt und hinüber nach Gaia.
Der Kirchenraum selbst ist recht schlicht, aber der gotische Kreuzgang mit den blauen und weißen Fliesen ist einen kleinen Aufpreis wert. Das Ticket für den Kreuzgang und die Schatzkammer kostet etwa 3 Euro, und von den oberen Etagen kommst du hinaus auf eine Terrasse mit Aussicht. Im Winter sind die Öffnungszeiten kürzer, und während der Messen kannst du nicht herumgehen.
Mein Tipp ist, von Ribeira über die steilen Treppen und engen Gassen im Viertel Barredo zur Kathedrale hinaufzugehen, wo die Wäsche zwischen den Häusern zum Trocknen hängt. Von der Kathedrale ist es auch nicht weit zur oberen Ebene der Brücke Dom Luís I, sodass du die beiden Orte gut nacheinander besuchen kannst.
11. Mercado do Bolhão

Der Mercado do Bolhão ist die große, überdachte Markthalle von Porto in der Baixa. Das Gebäude ist über 100 Jahre alt und steht unter Denkmalschutz, und nach einer langen Restaurierung wurde der Markt 2022 wiedereröffnet. Laut der Website des Marktes gibt es 77 Stände, sieben Restaurants und 28 Geschäfte zur Straße hin.
Hier kannst du Obst, Gemüse, Fisch, Käse, Wurst, Oliven und Portwein kaufen, und mehrere Stände verkaufen Essen und Getränke, die du vor Ort genießen kannst. Der Markt liegt auf zwei Etagen rund um einen offenen Innenhof. Er ist montags bis samstags geöffnet und sonntags geschlossen, also plane entsprechend.
Komm an einem Wochentag am Vormittag, wenn die Stände am vollsten sind und die Einheimischen einkaufen. Ich finde, es ist ein guter Ort für ein günstiges Mittagessen im Zentrum. Mein Tipp ist, ein Pastel de Nata zu probieren, Portugals bekanntes kleines Törtchen mit Cremefüllung, und hast du Lust, selbst zu lernen, wie man sie backt, gibt es in der Stadt Workshops, die an einem Regentag eine lustige Aktivität sind.
Buche einen Workshop, in dem du lernst, Pastel de Nata zu backen.
12. Rua de Santa Catarina und Capela das Almas

Die Rua de Santa Catarina ist die große Fußgängerzone von Porto und führt vom Platz Praça da Batalha nach Norden an Geschäften, Cafés und dem Einkaufszentrum Via Catarina vorbei. Mitten in der Straße liegt das berühmte Café Majestic aus den 1920er Jahren mit Spiegeln, Leder und Stuck, aber rechne mit einer Schlange und hohen Preisen. Ich finde, ein Blick hinein lohnt sich, aber trink deinen Kaffee woanders, wenn du mit kleinem Budget reist.
Weiter oben in der Straße, an der Ecke zur Rua de Fernandes Tomás, liegt die Capela das Almas, eine kleine Kapelle, deren Außenwände ganz mit blauen und weißen Fliesen bedeckt sind. Die Fliesen stammen von 1929 und zeigen Szenen aus dem Leben von Heiligen, unter anderem Franz von Assisi und die heilige Katharina. Du kommst wegen der Fassade, und die kannst du dir kostenlos von der Straße aus ansehen.
Mein Tipp ist, die ganze Straße ab der Praça da Batalha entlangzugehen, wo auch die Kirche Igreja de Santo Ildefonso eine schöne geflieste Fassade hat, und an der Capela das Almas aufzuhören. Der Mercado do Bolhão liegt nur ein paar Minuten entfernt, sodass du alles gut an einem Vormittag verbinden kannst. Komm am besten an einem Wochentag, denn samstags ist die Straße voller Menschen.
13. Jardins do Palácio de Cristal

Die Jardins do Palácio de Cristal sind ein großer Park an einem Hang westlich der Altstadt. Der Name stammt von einem Kristallpalast aus Glas und Eisen, der hier im 19. Jahrhundert stand, aber heute steht an seiner Stelle eine Kuppelhalle. Der Grund für einen Besuch ist der Garten mit alten Bäumen, Springbrunnen, kleinen Themengärten und Pfauen, die frei zwischen den Besuchern umherlaufen.
Von den Terrassen im südlichen Teil des Parks hast du eine der besten Aussichten über den Douro und hinaus zur Arrábida-Brücke und zum Meer. Der Eintritt ist frei, und der Garten ist von April bis September von 8 bis 21 Uhr und von Oktober bis März von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Vom Torre dos Clérigos gehst du etwa eine Viertelstunde hierher.
Mein Tipp ist, hier mitten am Tag eine Pause zu machen, wenn es unten in der Stadt heiß ist, und dir eine Bank im Schatten zu suchen. Der Garten ist auch ein guter Ort für einen Besuch mit Kindern, denn hier ist Platz zum Herumlaufen. Willst du danach weiter, kannst du den Hügel hinunter zum Fluss gehen, wo die alte Straßenbahn am Wasser entlang Richtung Foz fährt.
14. Serralves
Die Fundação de Serralves im Westen der Stadt ist der wichtigste Ort für moderne Kunst in Porto. Das Museum für zeitgenössische Kunst liegt in einem weißen Gebäude des Porto-Architekten Álvaro Siza, und im großen Park steht die rosafarbene Art-déco-Villa Casa de Serralves. Der Park hat Wald, Seen, formale Gärten, einen alten Bauernhof und einen Baumwipfelpfad, den Treetop Walk, hoch oben zwischen den Kronen.
Ein Ticket für alles kostet 24 Euro und gilt für das Museum, den Park, den Treetop Walk und die Casa de Serralves. Willst du nur den Park sehen, kostet das 15 Euro. Jugendliche von 12 bis 17 Jahren, Studierende und Personen über 65 Jahre zahlen den halben Preis, und Kinder unter 12 Jahren kommen kostenlos hinein. Die Öffnungszeiten wechseln zwischen Sommer- und Winterhalbjahr, also schau auf der Website von Serralves nach, bevor du losfährst.
Der Bus 201 ab Aliados hält an Serralves, ebenso der Bus 207 Richtung Foz. Ich finde, der Park allein ist den Ausflug wert, auch wenn du mit moderner Kunst nicht viel anfangen kannst. Mein Tipp ist, hier einen halben Tag zu verbringen und den Besuch mit Foz do Douro zu verbinden, das ein kurzes Stück weiter westlich liegt.
15. Foz do Douro und Straßenbahnlinie 1

Foz do Douro ist das Viertel, in dem der Fluss in den Atlantik mündet, und es ist die Strandpromenade von Porto. Hier gehst du am Meer entlang an kleinen Stränden, Cafés und dem Leuchtturm Farol de Felgueiras am Ende der Mole vorbei, wo die Wellen hoch aufschlagen, wenn das Meer unruhig ist. Der Garten Jardim do Passeio Alegre mit den Palmen ist ein guter Ausgangspunkt.
Am schönsten kommst du mit der alten Straßenbahn hierher, der Linie 1, die am Douro entlang von der Altstadt bis zum Passeio Alegre fährt. Ein Einzelticket an Bord kostet 6 Euro, und ein Ticket für zwei Tage kostet 12 Euro. Kinder von 4 bis 12 Jahren zahlen für ein Einzelticket 3,50 Euro. Die Straßenbahnen fahren täglich, aber der Fahrplan wechselt mit den Jahreszeiten.
An der ersten Haltestelle im Zentrum gibt es oft eine Schlange, vor allem mitten am Tag. Mein Tipp ist, am Nachmittag mit der Straßenbahn nach Foz zu fahren, am Meer entlangzugehen und den Sonnenuntergang von der Mole aus anzusehen. Zurück kannst du einen der normalen Busse nehmen, die günstiger sind. Foz ist auch ein ruhiger Ort zum Wohnen nah am Meer, und du kannst dir hier Hotels in Foz do Douro ansehen.
16. Tagesausflug ins Douro-Tal

Das Douro-Tal östlich von Porto ist die Heimat des Portweins, und die Landschaft mit den steilen Weinterrassen hinunter zum Fluss steht seit 2001 unter dem Namen Alto Douro Wine Region auf der Liste des UNESCO-Welterbes. In der Gegend wird seit etwa 2.000 Jahren Wein angebaut, und viele der Portweinhäuser in Gaia haben hier draußen ihre eigenen Weingüter, die Quintas.
Du kannst selbst mit dem Zug ab São Bento auf der Douro-Linie fahren, die einen großen Teil der Strecke dem Fluss folgt. Die Fahrt nach Peso da Régua dauert etwa zwei Stunden, und bis Pinhão mit dem gefliesten Bahnhof ist es etwa eine halbe Stunde mehr. Es fahren nur wenige Züge am Tag, also prüf den Fahrplan von CP, bevor du losfährst, und setz dich in Fahrtrichtung rechts, damit du den Fluss am Fenster hast.
Mit dem Zug siehst du nur einen kleinen Teil des Tals, und ohne Auto braucht es Planung, um zu den Weingütern zu kommen. Ein organisierter Tagesausflug mit Weinprobe auf ein paar Quintas, Mittagessen und einer Bootsfahrt auf dem Fluss ist deshalb für die meisten die einfachste Lösung, und er dauert den größten Teil des Tages. Mein Tipp ist, im September oder Oktober zu fahren, wenn Weinlese ist und die Weinberge ihre Farbe wechseln.
Buche einen Tagesausflug ins Douro-Tal mit Bootsfahrt, Weinprobe und Mittagessen.
17. Tagesausflug nach Guimarães und Braga

Guimarães und Braga liegen nördlich von Porto und lassen sich an einem Tag verbinden. Guimarães wird die Wiege Portugals genannt, weil der erste König des Landes, Afonso Henriques, der Überlieferung nach hier geboren wurde, und der mittelalterliche Stadtkern gehört zusammen mit dem alten Gerberviertel zum UNESCO-Welterbe. Hier kannst du die Burg und den Herzogspalast Paço dos Duques de Bragança sehen und über die kleinen Plätze der Altstadt schlendern.
Braga ist eine der ältesten Städte Portugals und ein wichtiges religiöses Zentrum mit vielen Kirchen und einer großen Kathedrale. Direkt außerhalb der Stadt liegt der Wallfahrtsort Bom Jesus do Monte mit der barocken Treppe Stairway of the Five Senses, die seit 2019 zum Welterbe gehört. Du kannst die Treppen hinaufgehen oder die alte Standseilbahn nehmen, die mit Wasser betrieben wird.
Beide Städte haben direkte Züge ab São Bento, und die Fahrt dauert jeweils etwa eine Stunde pro Strecke, aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es schwer, beide Städte und Bom Jesus an einem Tag zu schaffen. Hast du nur Zeit für eine Stadt, würde ich Guimarães empfehlen. Willst du alles sehen, ist ein organisierter Tagesausflug die einfachste Lösung, und einige der Touren fahren auch an der Küstenstadt Viana do Castelo vorbei.
Buche einen Tagesausflug nach Guimarães, Braga und Viana do Castelo ab Porto.
Praktische Reisetipps für Porto
Die Altstadt, Ribeira und die Baixa kannst du gut zu Fuß erkunden, aber Porto ist eine hügelige Stadt mit vielen Treppen, also zieh gute Schuhe an. Für längere Strecken nimmst du Metro und Busse mit der Andante-Karte, die 0,60 Euro kostet und aufgeladen werden kann. Eine Einzelfahrt in der Zone Z2 kostet 1,40 Euro. Andante Tour 1 kostet 7,75 Euro und gilt 24 Stunden, und Andante Tour 3 kostet 16,55 Euro und gilt 72 Stunden.
Vom Flughafen fährt die Metrolinie E, die violette Linie, direkt ins Zentrum, und die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Du brauchst ein Ticket für die Zone Z4, das 2,30 Euro kostet.
Plane die Tage nach den Wochentagen und Feiertagen. Der Mercado do Bolhão ist sonntags geschlossen, und die Livraria Lello bleibt an einer Reihe von Feiertagen geschlossen, unter anderem am 24. Juni, wenn die Stadt in der Nacht davor ihr großes Fest São João feiert. Die Livraria Lello, den Palácio da Bolsa und die beliebten Portweinkeller solltest du im Voraus buchen. Frühling und Herbst sind die besten Reisezeiten für Porto, denn im Sommer ist die Stadt voller Touristen, und im Winter regnet es viel.
Brauchst du die ganze Auswahl, sieh dir alle Hotels in Porto auf Booking.com an. Fährst du weiter nach Lissabon, braucht der Zug etwa drei Stunden, und dann kannst du meine Tipps für Sehenswürdigkeiten in Lissabon lesen und meinen Guide dazu, wo du in Lissabon übernachten solltest.